DFN-CERT-2021-2606 Microsoft Windows: Mehrere Schwachstellen ermöglichen u. a. das Ausführen beliebigen Programmcodes

Liebes Linux-Magazin-Team,

bitte beachten Sie die Informationen zu den verfügbaren Sicherheitsupdates
in der folgenden Sicherheitsmeldung.

Historie:

Version 1 (15.12.21):
Neues Advisory

Mehrere Schwachstellen in den Windows-Komponenten Windows Media Center, HEVC
Video Extensions, Windows Print Spooler, Windows Common Log File System
Driver, Web Media Extensions, Internet Storage Name Service (iSNS) Server,
Microsoft Local Security Authority Server (lsasrv), Encrypting File System
(EFS), DirectX, Microsoft Message Queuing, Windows Remote Access Connection
Manager, Storage Spaces Controller, SymCrypt, Windows NTFS, Windows Event
Tracing, Remote Desktop Client, Windows Fax Service, Windows Setup, Windows
Recovery Environment Agent, NTFS Set Short Name, VP9 Video Extensions,
Windows Kernel, Windows Digital TV Tuner, Hyper-V, Windows TCP/IP Driver,
Windows Digital Media Receiver, Windows Mobile Device Management und Windows
Installer ermöglichen es einem Angreifer aus der Ferne Informationen
auszuspähen, Privilegien zu eskalieren, beliebigen Programmcode auszuführen
und einen Denial-of-Service (DoS)-Angriff durchzuführen sowie in einem
lokalen Angriff weitere Informationen auszuspähen, Privilegien zu
eskalieren, beliebigen Programmcode auszuführen und einen Denial-of-Service
(DoS)-Angriff durchzuführen. Zudem kann ein Angreifer eine Schwachstelle im
benachbarten Netzwerk ausnutzen, um einen Denial-of-Service (DoS)-Angriff
durchzuführen.

Für die Ausnutzung der Schwachstellen sind unterschiedliche Privilegien
erforderlich. Mehrere Schwachstellen erfordern dabei die Interaktion eines
Benutzers und die erfolgreiche Ausnutzung mehrerer Schwachstellen kann
Einfluss auf andere Komponenten haben.

Insgesamt stuft Microsoft drei der 38 Schwachstellen als ‘kritisch’ ein.

Die kritische Schwachstelle in Internet Storage Name Service (iSNS) Server
(CVE-2021-43215), welche diesen Monat den höchsten CVSS Base Score mit 9.8
hat, ermöglicht einem Angreifer aus der Ferne das Ausführen beliebigen
Programmcodes. Internet Storage Name Service (iSNS) Server ist aber
standardmäßig nicht installiert.

Im Rahmen des Patchtages im Dezember 2021 stehen Sicherheitsupdates zur
Behebung der Schwachstellen zur Verfügung. Diese können im Microsoft
Security Update Guide über die Kategorie ‘Windows’ identifiziert werden. Die
(kostenpflichtigen) Updates für Windows 7 und Windows Server 2008 finden
sich in der Kategorie Extended Security Updates (ESU).

Microsoft informiert mit einer Aktualisierung des Security Advisory
ADV990001 über die neuesten Servicing Stack Updates (SSU) für die
unterschiedlichen Betriebssysteme und -versionen und weist darauf hin, dass
diese unbedingt installiert werden müssen.

Referenzen:

Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Schwachstellenarchiv unter:
[https://adv-archiv.dfn-cert.de/adv/2021-2606]

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr DFN-CERT Incident Response Team


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