Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.
Betroffene Software:
FortiOS < 5.2.12
FortiOS >= 5.4.0
FortiOS < 5.4.6
FortiOS >= 5.6.0
FortiOS < 5.6.1
Betroffene Plattformen:
FortiOS
Eine Schwachstelle in FortiOS SSL 'Deep-Inspection' ermöglicht einem
entfernten, nicht authentisierten Angreifer in einer Man-in-the-Middle
(MitM)-Position eine unsicherere erneute Vereinbarung (Insecure
Renegotiation) einer TLS-Verbindung zwischen Clients und Servers, welche
eine erneute Verbindungsvereinbarung unterstützen (CVE-2009-3555). Der
Angreifer wird dadurch in die Lage versetzt, beliebigen Daten in die
TLS-Verbindun einzuschleusen (allerdings ohne diese dechiffrieren zu
können). Eine weitere Schwachstelle ermöglicht dem Angreifer die
Durchführung eines Reflected-Cross-Site-Scripting (XSS)-Angriffs.
Fortinet bestätigt die Schwachstellen für die Versionen FortiOS 5.2 und
darunter (CVE-2009-3555) bzw. FortiOS 5.2.0 - 5.2.11 (CVE-2017-7739),
FortiOS 5.4.0 - 5.4.5 sowie FortiOS 5.6.0 und empfiehlt ein Update auf
FortiOS 5.2.12 (behebt nur CVE-2017-7739), 5.4.6 oder 5.6.1. Mit diesen
Updates wird unter anderem eine sicherere erneute Vereinbarung der
TLS-Verbindung für SSL 'Deep-Inspection' ermöglicht, wenn dies sowohl Client
als auch Server unterstützen.
Patch:
FortiGuard Labs PSIRT Advisory Fortinet-FG-IR-17-137
https://fortiguard.com/psirt/FG-IR-17-137
Patch:
FortiGuard Labs PSIRT Advisory Fortinet-FG-IR-17-168
https://fortiguard.com/psirt/FG-IR-17-168
CVE-2017-7739: Schwachstelle in FortiOS ermöglicht Cross-Site-Scripting
(XSS)-Angriff
In den ‘Web Proxy Disclaimer Response’-Webseiten von FortiOS existiert eine
Reflected-Cross-Site-Scripting (XSS)-Schwachstelle, die von einem
entfernten, nicht authentisierten Angreifer ausgenutzt werden kann, indem er
eine schädlich präparierte URL an ein Opfer sendet und dieses dazu
verleitet, die URL aufzurufen, um beliebigen Javascript-Code innerhalb des
Sicherheitskontextes dessen Browsers zur Ausführung zu bringen.
CVE-2009-3555: Schwachstelle im TLS-Protokoll erlaubt
Man-in-the-Middle-Angriffe
Bei der Neuaushandlung von Parametern in einer SSL- oder TLS-Session
(Renegotiation) wird das Client-Zertifikat geprüft. Allerdings ist es
aufgrund einer Schwachstelle im TLS-Protokoll unter Umständen möglich, dass
vorher beliebige Daten in die TLS-Session eingeschleust werden. Dies
ermöglicht Man-in-the-Middle-Angriffe auf die TLS-Session. Beim
HTTPS-Protokoll kann ein Angreifer so den HTTP-Request des Benutzers
fälschen. Ein entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann die
Schwachstelle dazu ausnutzen, um an vertrauliche Daten zu gelangen,
Operationen mit den Rechten des Benutzers auf dem Server auszuführen oder
dem Benutzer falsche Informationen anzuzeigen. Diese Schwachstelle wird
bereits aktiv von Angreifern ausgenutzt. RFC 5746 (Transport Layer Security
(TLS) Renegotiation Indication Extension) erweitert das TLS-Protokoll um
diese Schwachstelle zu beheben.
Referenzen:
Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2017-1960/
Schwachstelle CVE-2009-3555 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2009-3555
FortiGuard Labs PSIRT Advisory Fortinet-FG-IR-17-137:
https://fortiguard.com/psirt/FG-IR-17-137
FortiGuard Labs PSIRT Advisory Fortinet-FG-IR-17-168:
https://fortiguard.com/psirt/FG-IR-17-168
Schwachstelle CVE-2017-7739 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-7739
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