DFN-CERT-2017-0928 Microsoft Malware Protection Engine: Mehrere Schwachstellen ermöglichen u.a. die komplette Systemübernahme [Windows]

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.

Betroffene Software:

Microsoft Endpoint Protection
Microsoft Exchange Server 2013
Microsoft Exchange Server 2016
Microsoft Forefront Endpoint Protection
Microsoft Forefront Endpoint Protection 2010
Microsoft Malware Protection Engine < 1.1.13804.0 Microsoft Security Essentials Microsoft Windows Defender Windows Intune Endpoint Protection Betroffene Plattformen: Microsoft Windows 7 SP1 x64 Microsoft Windows 7 SP1 x86 Microsoft Windows 8.1 x64 Microsoft Windows 8.1 x86 Microsoft Windows 10 x64 Microsoft Windows 10 x86 Microsoft Windows 10 x64 v1511 Microsoft Windows 10 x86 v1511 Microsoft Windows 10 x64 v1607 Microsoft Windows 10 x86 v1607 Microsoft Windows 10 x64 v1703 Microsoft Windows 10 x86 v1703 Microsoft Windows RT 8.1 Microsoft Windows Server 2008 R2 SP1 x64 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2008 R2 SP1 Itanium Microsoft Windows Server 2008 R2 SP1 x64 Microsoft Windows Server 2016 Microsoft Windows Server 2016 Server Core Installation Mehrere Schwachstellen in der Microsoft Malware Protection Engine ermöglichen einem entfernten, nicht authentisierten Angreifer die Durchführung von Denial-of-Service-Angriffen auf die Malware Protection Engine und die Ausführung beliebigen Programmcodes mit erweiterten Rechten und dadurch die komplette Kompromittierung eines betroffenen Systems. Die Schwachstellen liegen in der Art und Weise begründet, in der die Malware Protection Engine Dateien scannt. Der Angreifer kann die Schwachstellen mit speziell präparierten Dateien ausnutzen, die von der Malware Protection Engine verarbeitet werden. Falls der Echtzeitschutz auf dem System aktiviert ist oder Sicherheitsscans nach Vorgabe regelmäßig durchgeführt werden, ist keine Benutzerinteraktion zur Ausnutzung der Schwachstellen erforderlich. Microsoft veröffentlicht eine 'Out-of-Band CVE Information' zu den Schwachstellen und hat diese in einem automatisch zur Verfügung gestellten Update der Malware-Definitionen und der Malware Protection Engine behoben. Benutzer können prüfen, ob das Sicherheitsupdate automatisch installiert wurde, indem sie die 'Informationen zur Bereitstellung des Microsoft-Moduls zum Schutz vor schädlicher Software' konsultieren (Referenz anbei). Für verschiedene Produkte stehen dabei verschiedene Anweisungen zur Verfügung. Die Schwachstellen betreffen alle Versionen der Malware Protection Engine bis inklusive 1.1.13704.0. Die erste Version, mit der die Schwachstellen behoben sind, ist Version 1.1.13804.0. Falls diese oder eine spätere Version nicht installiert ist, kann das Sicherheitsupdate manuell angewiesen werden. Microsoft weist darauf hin, dass Windows Server 2008 R2 nicht betroffen ist, falls das 'Desktop Experience'-Feature nicht installiert ist. CVE-2017-8538 CVE-2017-8540 CVE-2017-8541: Schwachstellen in Microsoft Malware Protection Engine ermöglichen komplette Systemübernahme Über die Malware Protection Engine von Microsoft kann bei einem Dateiscanvorgang beliebiger Programmcode zur Ausführung gebracht werden, da es zu einer Speicherkorruption kommen kann. Ein entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann mehrere Schwachstellen mit Hilfe speziell präparierter Dateien, die von der Malware Protection Engine gescannt werden, ausnutzen, um beliebigen Programmcode mit den Rechten von 'LocalSystem' auszuführen und dadurch betroffene Systeme komplett zu kompromittieren. Falls der Echtzeitschutz aktiviert ist, ist zur Ausnutzung der Schwachstellen keine Benutzerinteraktion erforderlich. CVE-2017-8535 CVE-2017-8536 CVE-2017-8537 CVE-2017-8539 CVE-2017-8542: Schwachstellen in Microsoft Malware Protection Engine ermöglichen Denial-of-Service-Angriff Die Malware Protection Engine von Microsoft kann bei einem Dateiscanvorgang in einen Denial-of-Service-Zustand geraten. Ein entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann unterschiedliche Schwachstellen mit Hilfe speziell präparierter Dateien, die von der Malware Protection Engine gescannt werden, ausnutzen, um die Funktion der Software bis zum nächsten Neustart derselben einzuschränken. Falls der Echtzeitschutz aktiviert ist, ist zur Ausnutzung der Schwachstellen keine Benutzerinteraktion erforderlich. Referenzen: Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter: https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2017-0928/

Microsoft Knowledge Base Artikel 2510781: Informationen zur Bereitstellung des
Microsoft-Moduls zum Schutz vor schädlicher Software:
https://support.microsoft.com/de-de/help/2510781/microsoft-malware-protection-engine-deployment-information

Schwachstelle CVE-2017-8535 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-8535

Schwachstelle CVE-2017-8536 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-8536

Schwachstelle CVE-2017-8537 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-8537

Schwachstelle CVE-2017-8538 (Microsoft):
https://portal.msrc.microsoft.com/en-US/security-guidance/advisory/CVE-2017-8538

Schwachstelle CVE-2017-8538 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-8538

Schwachstelle CVE-2017-8539 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-8539

Schwachstelle CVE-2017-8540 (Microsoft):
https://portal.msrc.microsoft.com/en-US/security-guidance/advisory/CVE-2017-8540

Schwachstelle CVE-2017-8540 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-8540

Schwachstelle CVE-2017-8541 (Microsoft):
https://portal.msrc.microsoft.com/en-US/security-guidance/advisory/CVE-2017-8541

Schwachstelle CVE-2017-8541 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-8541

Schwachstelle CVE-2017-8542 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-8542

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