DFN-CERT-2017-0798 Microsoft Malware Protection Engine: Eine Schwachstelle ermöglicht die komplette Systemübernahme [Windows]

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.

Betroffene Software:

Microsoft Endpoint Protection
Microsoft Forefront Endpoint Protection 2010
Microsoft Forefront Security for SharePoint Service Pack 3
Microsoft Malware Protection Engine < 1.1.13704.0 Microsoft Security Essentials Microsoft System Center Endpoint Protection Microsoft Windows Defender Windows Intune Endpoint Protection Betroffene Plattformen: Microsoft Windows 7 Microsoft Windows 8.1 Microsoft Windows 10 Microsoft Windows 10 1511 Microsoft Windows 10 1607 Microsoft Windows 10 1703 Microsoft Windows RT 8.1 Microsoft Windows Server 2016 In der Microsoft Malware Protection Engine vor Version 1.1.13704.0 existiert eine Schwachstelle bei der Überprüfung von Dateien. Ein entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann dies ausnutzen und eine speziell präparierte Datei bereitstellen, die bei der Überprüfung auf Viren oder Malware eine Speicherkorruption verursacht und beliebigen Programmcode im Kontext des Benutzerkontos 'LocalSystem' ausführt. Ist der Echtzeitschutz aktiviert, ist die Schwachstelle direkt ausnutzbar. Bei deaktiviertem Echtzeitschutz muss der Angreifer warten bis ein geplanter Scanvorgang ausgeführt wird oder die Datei manuell gescannt wird. Microsoft bestätigt die Schwachstelle in der Microsoft Malware Protection Engine bis einschließlich Version 1.1.13701.0 und stellt die Version 1.1.13704.0 als Sicherheitsupdate bereit. Die Microsoft Malware Protection Engine ist integrierter Bestandteil zahlreicher Anti-Malware Produkte von Microsoft. Betroffen sind unter anderem die Produkte Microsoft Forefront Endpoint Protection 2010, Microsoft Endpoint Protection, Microsoft Forefront Security for SharePoint Service Pack 3, Microsoft System Center Endpoint Protection, Microsoft Security Essentials, Windows Defender for Windows 7, Windows 8.1, Windows RT 8.1, Windows 10, Windows 10 1511, Windows 10 1607, Windows 10 1703 und Windows Server 2016 sowie Windows Intune Endpoint Protection. Patch: Microsoft Security Advisory MSA-4022344 (Microsoft Malware Protection Engine) https://technet.microsoft.com/en-us/library/security/4022344

CVE-2017-0290: Schwachstelle in Microsoft Malware Protection Engine
ermöglicht Systemübernahme

In der Microsoft Malware Protection Engine vor und einschließlich der
Version 1.1.13701.0 besteht eine Schwachstelle, die während des
Überprüfungsvorgangs (Scan) einer speziell gestalteten Datei auftreten und
zu einer Speicherkorruption führen kann. Eine erfolgreiche Ausnutzung der
Schwachstelle ermöglicht es, beliebigen Programmcode im Kontext des
Benutzerkontos ‘LocalSystem’ auszuführen, wodurch ein Angreifer in der Lage
ist, beliebige Programme zu installieren, Dateien zu ändern, zu löschen und
zu erstellen oder auch Benutzerkonten mit sämtlichen Rechten zu erstellen.
Um die Schwachstelle auszunutzen, muss der Angreifer einen Benutzer dazu
verleiten, eine von ihm präparierte Datei zu öffnen, die er beispielsweise
als Anhang in einer Email oder über einen Instant Messenger versendet, oder
die dem System des Benutzers durch den Besuch einer speziell zur Ausnutzung
der Schwachstelle gestaltete Webseite bereitgestellt wird. Ist bei einem
betroffenen System der Echtzeitschutz aktiviert, wird die Datei automatisch
durch die Malware Protection Engine überprüft und die Schwachstelle kann in
dem Prozessablauf ausgenutzt werden. Bei deaktiviertem Echtzeitschutz führt
erst ein geplanter oder manuell ausgeführter Scanvorgang zur Ausnutzung der
Schwachstelle.

Referenzen:

Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2017-0798/

Microsoft Security Advisory MSA-4022344 (Microsoft Malware Protection Engine):
https://technet.microsoft.com/en-us/library/security/4022344

Schwachstelle CVE-2017-0290 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-0290

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