Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.
Betroffene Software:
Dropbear SSH Server < 2016.74 Betroffene Plattformen: Red Hat Fedora 23 Red Hat Fedora 24 Extra Packages for Red Hat Enterprise Linux 6 Extra Packages for Red Hat Enterprise Linux 7 Mehrere Schwachstellen im Dropbear SSH Server ermöglichen einem entfernten, nicht authentifizierten Angreifer unter bestimmten Umständen die Ausführung beliebigen Programmcodes mit Administrator- oder Benutzerrechten und das Umgehen von Sicherheitsvorkehrungen. Ein lokaler, einfach authentifizierter Angreifer kann darüber hinaus zwei Schwachstellen für die Ausführung beliebigen Programmcodes mit Benutzerrechten und das Ausspähen von Informationen ausnutzen. Der Hersteller stellt die Programmversion 2016.74 bereit, um mehrere Schwachstellen zu beheben. Für Fedora 23 und 24 sowie Fedora EPEL 6 und 7 stehen Sicherheitsupdates bereit, die zusätzlich zu diesen Schwachstellen die ältere Schwachstelle CVE-2016-3116 und den Red Hat Bug 119760 beheben. Patch: Changelog Dropbear SSH 2016.74 https://matt.ucc.asn.au/dropbear/CHANGES
Patch:
Fedora Security Update FEDORA-2016-6de0b19b3b (Fedora 23,
dropbear-2016.74-1)
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2016-6de0b19b3b
Patch:
Fedora Security Update FEDORA-EPEL-2016-20572dde69 (Fedora EPEL 7,
dropbear-2016.74-1)
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-EPEL-2016-20572dde69
Patch:
Fedora Security Update FEDORA-EPEL-2016-2f26fee4ad (Fedora EPEL 6,
dropbear-2016.74-1)
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-EPEL-2016-2f26fee4ad
Patch:
Fedora Update FEDORA-2016-700cd677c8 (Fedora 24, dropbear-2016.74-1)
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2016-700cd677c8
RED-HAT-BUG-ID-1197760: Schwachstelle in Dropbear SSH ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen
Der in RFC 4253 Abschnitt 8 beschriebene Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch
erfordert die Prüfung von Exponenten und Ergebnissen der
Exponentialberechnung, die in Dropbear SSH nicht ausreichend umgesetzt sind.
Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann dadurch
möglicherweise Sicherheitsvorkehrungen umgehen.
DROPBEAR-2016-74-D: Schwachstelle in Dropbear SSH ermöglicht Ausspähen von
Informationen
Falls ‘dbclient’ oder der Dropbear SSH Server mit der Option ‘DEBUG_TRACE’
kompiliert und mit dem Argument ‘-v’ ausgeführt werden, kann ein lokaler,
einfach authentifizierter Angreifer Informationen aus dem Prozessspeicher
ausspähen.
DROPBEAR-2016-74-C: Schwachstelle in Dropbear SSH ermöglicht Ausführung
beliebigen Programmcodes mit Benutzerrechten
Die Verwendung von ‘dbclient’ mit den Argumenten ‘-c’ oder ‘-m’ ermöglicht
einem lokalen, einfach authentifizierten Angreifer die Ausführung beliebigen
Programmcodes mit den Rechten des lokalen ‘dbclient’-Benutzers.
DROPBEAR-2016-74-B: Schwachstelle in Dropbear SSH ermöglicht Ausführung
beliebigen Programmcodes mit Benutzerrechten
Durch eine nicht näher spezifizierte Schwachstelle bei der Verarbeitung von
OpenSSH-Schlüsseln kann ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer
mit Hilfe einer speziell präparierten Schlüsseldatei beliebigen Programmcode
mit den Rechten des lokalen ‘dbclient’-Benutzers ausführen.
DROPBEAR-2016-74-A: Schwachstelle in Dropbear SSH ermöglicht Ausführung
beliebigen Programmcodes mit Administratorrechten
Die Existenz von Benutzernamen, die das Zeichen ‘%’ enthalten, auf Systemen,
auf denen der Dropbear SSH Server läuft, kann mit der Funktion ‘getpwnam()’
geprüft werden. Falls ein solcher Benutzername existiert oder erstellt
werden kann, kann ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer durch
eine Schwachstelle bei der Darstellung von Nachrichten (Message Printout)
beliebigen Programmcode mit Administratorrechten ausführen. Die
Schwachstelle kann ebenso von einem Benutzer des ‘dbclient’ zur Ausführung
beliebigen Programmcodes mit Benutzerrechten ausgenutzt werden, falls dieser
Benutzernamen oder Host-Argumente kontrollieren kann.
CVE-2016-3116: Schwachstelle in Dropbear SSH ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen
Es existiert eine nicht näher beschriebene Schwachstelle in Dropbear SSH
aufgrund der unzureichenden Validierung von weitergereichten Eingaben aus
X11. Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann durch speziell
präparierte Anfragen die Sicherheitsbeschränkung ‘command=’ in
‘authorized_keys’ umgehen, die den Benutzer auf einen einzelnen ausführbaren
Befehl einschränkt.
Referenzen:
Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2016-1195/
Schwachstelle CVE-2016-3116 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-3116
Changelog Dropbear SSH 2016.74:
https://matt.ucc.asn.au/dropbear/CHANGES
Fedora Security Update FEDORA-2016-6de0b19b3b (Fedora 23, dropbear-2016.74-1):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2016-6de0b19b3b
Fedora Security Update FEDORA-EPEL-2016-20572dde69 (Fedora EPEL 7,
dropbear-2016.74-1):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-EPEL-2016-20572dde69
Fedora Security Update FEDORA-EPEL-2016-2f26fee4ad (Fedora EPEL 6,
dropbear-2016.74-1):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-EPEL-2016-2f26fee4ad
Fedora Update FEDORA-2016-700cd677c8 (Fedora 24, dropbear-2016.74-1):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2016-700cd677c8
Red Hat Bug 1197760:
https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=1197760
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