Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.
Betroffene Software:
Linux-Kernel < 4.1.27 Betroffene Plattformen: openSUSE Leap 42.1 Mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel erlauben einem lokalen, nicht authentisierten Angreifer die komplette Übernahme des Systems sowie verschiedene Denial-of-Service (DoS)-Angriffe. Für openSUSE Leap 42.1 steht ein Sicherheitsupdate auf die Linux-Kernel Version 4.1.27 bereit, um diese Schwachstellen zu beheben. Patch: openSUSE Security Update openSUSE-SU-2016:1798-1 http://lists.opensuse.org/opensuse-updates/2016-07/msg00048.html
CVE-2016-4794: Schwachstelle in Linux-Kernel ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
In ‘mm/percpu.c’ im Linux-Kernel bis Version 4.6 existiert eine
Schwachstelle aufgrund der fehlerhaften Verwendung bereits freigegebenen
Speichers (Use-after-free). Ein lokaler, nicht authentisierter Angreifer
kann diese Schwachstelle ausnutzen, um einen Denial-of-Service-Zustand
herbeizuführen (BUG) oder möglicherweise über die manipulierte Verwendung
von ‘mmap’- und ‘bpf’-Systemaufrufen weiteren, nicht näher spezifizierten
Einfluss auf das System zunehmen und dadurch dasselbe komplett zu
kompromittieren.
CVE-2016-5829: Schwachstelle in Linux-Kernel ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Mehrere Heap-Speicherüberläufe existieren in der Funktion
‘hiddev_ioctl_usage’ in ‘drivers/hid/usbhid/hiddev.c’ im Linux-Kernel bis
Version 4.6.3, die durch speziell präparierte (1) ‘HIDIOCGUSAGES’- oder (2)
‘HIDIOCSUSAGES’-Systemaufrufe (‘ioctl call’) hervorgerufen werden können.
Ein lokaler, nicht authentisierter Angreifer kann einen
Denial-of-Service-Zustand verursachen und möglicherweise weitere Angriffe
durchführen.
CVE-2016-4997: Schwachstelle in Linux-Kernel ermöglicht komplette
Systemübernahme
Durch einen fehlerhaften Versatz (Offset) bei der Verarbeitung von
‘setsockopt’ für 32-Bit-Prozesse auf 64-Bit-Systemen kann der Kernelspeicher
gezielt korrumpiert werden, während ein Kernelmodul aus dem Speicher
entfernt wird. Falls der Kernel mit CONFIG_USER_NS und CONFIG_NET_NS
kompiliert wurde, kann ein lokaler, nicht authentifizierter Angreifer
dadurch das System komplett kompromittieren.
CVE-2016-4470: Schwachstelle in Linux-Kernel ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Im Linux-Kernel existiert eine Schwachstelle aufgrund einer nicht
initialisierten Variablen in der Behandlung des ‘request_key’-Aufrufs,
wodurch es zu einem Absturz des Kernels im Fehlerbehandlungspfad kommt. Ein
lokaler, nicht authentifizierter Angreifer kann diese Schwachstelle
ausnutzen, um einen Denial-of-Service-Angriff durchzuführen.
Referenzen:
Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2016-1131/
Schwachstelle CVE-2016-4794 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-4794
Schwachstelle CVE-2016-4470 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-4470
Schwachstelle CVE-2016-4997 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-4997
Schwachstelle CVE-2016-5829 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-5829
openSUSE Security Update openSUSE-SU-2016:1798-1:
http://lists.opensuse.org/opensuse-updates/2016-07/msg00048.html
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