Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.
Betroffene Software:
Juniper Junos OS < 12.1X46-D50 Juniper Junos OS < 12.1X47-D40 Juniper Junos OS < 12.1X44-D55 Juniper Junos OS < 12.1X46-D51 Juniper Junos OS < 12.1X47-D35 Juniper Junos OS < 12.3X48-D30 Juniper Junos OS < 12.3R12 Juniper Junos OS < 12.3X48-D20 Juniper Junos OS < 12.3X50-D50 Juniper Junos OS < 13.2R8 Juniper Junos OS < 13.2X51-D40 Juniper Junos OS < 13.2X52-D30 Juniper Junos OS < 13.3R10 Juniper Junos OS < 14.1R8 Juniper Junos OS < 14.1X53-D40 Juniper Junos OS < 14.2R7 Juniper Junos OS < 15.1A2 Juniper Junos OS < 15.1F6 Juniper Junos OS < 15.1R4 Juniper Junos OS < 15.1X49-D40 Juniper Junos OS < 15.1X53-D60 Juniper Junos OS < 16.1R1 Betroffene Plattformen: Juniper Junos OS Mehrere Schwachstellen in Junos OS ermöglichen einem entfernten, nicht authentifizierten Angreifer die Eskalation von Privilegien bis hin zu Administratorrechten, das Umgehen von Sicherheitsvorkehrungen und die Durchführung von Denial-of-Service-Angriffen. Eine Schwachstelle ermöglicht einem nicht authentifizierten Angreifer im benachbarten Netzwerk einen weiteren Denial-of-Service-Angriff und zwei weitere Schwachstellen ermöglichen einem lokalen Angreifer das Erlangen von Administratorrechten, ohne dafür authentifiziert sein zu müssen, und bei einfacher Authentifizierung zusätzlich das Ausspähen von Informationen. Juniper stellt Sicherheitsupdates zur Verfügung, um die Schwachstellen zu schließen. Die Schwachstellen CVE-2016-1276 und CVE-2016-1278 betreffen nur unterschiedliche Geräte der SRX-Serie. Juniper informiert außerdem darüber, dass die Sicherheitsupdates von Junos OS 15.1X53-D60 und 14.1X53-D40 für die Schwachstelle CVE-2016-1280 erst im dritten Quartal 2016 verfügbar sein werden. Die Schwachstellen ?CVE-2016-1263 und ??CVE-2016-1279 werden in Junos OS 12.1X46-D50 nicht adressiert. Workaround: Juniper gibt in den referenzierten Sicherheitshinweisen für die einzelnen Schwachstellen verschiedene Workarounds an. Insbesondere sollten Benutzer von Junos OS 12.1X46-D50 die Workarounds für ?CVE-2016-1263 und ??CVE-2016-1279 prüfen, da für diese Version von Junos OS keine Sicherheitsupdates für die beiden Schwachstellen verfügbar sind. Patch: Juniper Security Bulletin JSA10750 (CVE-2016-1275) http://kb.juniper.net/index?page=content&id=JSA10750&actp=RSS
Patch:
Juniper Security Bulletin JSA10751 (CVE-2016-1276)
http://kb.juniper.net/index?page=content&id=JSA10751&actp=RSS
Patch:
Juniper Security Bulletin JSA10752 (CVE-2016-1277)
http://kb.juniper.net/index?page=content&id=JSA10752&actp=RSS
Patch:
Juniper Security Bulletin JSA10753 (CVE-2016-1278)
http://kb.juniper.net/index?page=content&id=JSA10753&actp=RSS
Patch:
Juniper Security Bulletin JSA10754 (CVE-2016-1279)
http://kb.juniper.net/index?page=content&id=JSA10754&actp=RSS
Patch:
Juniper Security Bulletin JSA10755 (CVE-2016-1280)
http://kb.juniper.net/index?page=content&id=JSA10755&actp=RSS
Patch:
Juniper Security Bulletin JSA10756 (CVE-2009-1436)
http://kb.juniper.net/InfoCenter/index?page=content&id=JSA10756&actp=RSS
Patch:
Juniper Security Bulletin JSA10758 (CVE-2016-1263)
http://kb.juniper.net/index?page=content&id=JSA10758&actp=RSS
CVE-2016-1280: Schwachstelle in Junos OS ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen
Es existiert eine Schwachstelle in Junos OS aufgrund der unzureichenden
Überprüfung von Zertifikaten für die Verwendung von IKE/IPSec durch den
Junos PKI-Dienst (PKId). Präsentiert ein Endpunkt (Peer) ein selbst
unterschriebenes Zertifikat als End-Entity-Zertifikat, wird die
Peer-Validierung übersprungen und das Zertifikat als gültig anerkannt, falls
der darin eingetragene Ausstellername (Issuer Name) zu einem der gültigen,
in Junos verwendeten Certificate Authority (CA)-Zertifikate passt. Ein
entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann durch das Ausnutzen der
Schwachstelle die Zertifikatsüberprüfung umgehen.
CVE-2016-1279: Schwachstelle in Junos J-Web ermöglicht Erlangen von
Administratorrechten
Es existiert Schwachstelle aufgrund der unzulässigen Offenlegung sensitiver
Informationen in Instanzen von Junos OS, in denen J-Web verwendet wird.
Diese ermöglicht einem entfernten, nicht authentifizierten Angreifer mit
Zugang zum J-Web Service, administrative Rechte auf einen betroffenen Gerät
zu erlangen oder auf diesem bestimmte administrative Aktionen auszuführen.
CVE-2016-1278: Schwachstelle in Junos OS ermöglicht Erlangen von
Administratorrechten
Es existiert eine Schwachstelle in Junos OS auf SRX Series Geräten, wenn
beim Aktualisieren auf die Version 12.1X46 das Kommando ‘request system
software’ mit der Option ‘partition’ verwendet wird. Dabei kann es zu einem
Systemstatus kommen, in dem es möglich ist, sich in der Kommandozeile (CLI)
ohne Passwort als ‘Root’ anzumelden (Safe Mode). Gleichzeitig funktionieren
gültige Benutzerkonten nicht mehr.
CVE-2016-1277: Schwachstelle in Junos OS ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Es existiert eine Schwachstelle in Junos OS, wenn dort ein Generic Routing
Encapsulation (GRE)- oder IP in IP (IPIP)- Tunnel konfiguriert ist. Dadurch
ist es einem entfernten, nicht authentifizierten Angreifer möglich, mit
einem speziell präparierten ICMP-Datenpaket eine Kernelpanik (Kernel Panic)
auszulösen und so einen Denial-of-Service-Angriff (DoS) durchzuführen.
CVE-2016-1276: Schwachstelle in Junos OS ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Wenn High-End SRX-Series Chassis Richtlinien mit einem oder mehreren
Application Layer Gateways (ALG) haben, die für In-Transit-Datenverkehr
angewendet werden, kann dies zu einer Reihe von Fehlerzuständen führen, die
wiederum eine Reihe unterschiedlicher Denial-of-Service-Zustände zur Folge
haben können. Diese Schwachstelle betrifft sowohl Standalone- als auch
Cluster-Modus-Konfigurationen. Ein entfernter, nicht authentifizierter
Angreifer kann diese Schwachstelle ausnutzen, und einen
Denial-of-Service-Angriff (DoS) durchführen.
CVE-2016-1275: Schwachstelle in Junos OS ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Es existiert eine Schwachstelle in Junos OS, durch die es möglich ist, ein
Datenleck in ‘mbuf’ zu verursachen, falls die Virtual Private LAN Services
(VPLS) aktiviert sind. Ein nicht authentifizierter Angreifer im benachbarten
Netzwerk kann diese Schwachstelle durch das massenhafte Versenden von
Datenpaketen, in denen das ‘EtherType’-Feld für Ziel- und Quell-
MAC-Adressen im Ethernet-Frame auf IPv6 gesetzt ist, ausnutzen, um einen
Denial-of-Service-Angriff (DoS) durchzuführen.
CVE-2016-1263: Schwachstelle in Junos OS ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Es existiert eine Schwachstelle in Junos OS, da beim Empfang eines speziell
präparierten UDP-Datenpakets der Kernel abstürzen kann (Kernel Crash).
Betroffen sind ausschließlich 64-Bit Architekturen. Um diese Schwachstelle
erfolgreich ausnutzen zu können, müssen die Datenpakete die Edge- und
Control Plane Firewall Filter passieren. Ein entfernter, nicht
authentifizierter Angreifer kann einen Denial-of-Service-Angriff (DoS)
durchführen.
CVE-2009-1436: Schwachstelle in FreeBSD ermöglicht Ausspähen von
Informationen
Es existiert eine Schwachstelle in der libc-Bibliothek von FreeBSD, weil
bestimmte Datenstrukturen, die von der Berkeley DB Datenbank-Schnittstelle
verwendet werden, bei deren Allokation noch nicht vollständig initialisiert
sind. Programme, die die db(3)-Schnittstelle für die Erstellung von
Berkeley-Datenbank Dateien verwenden, können dabei sensitive Informationen
mit in die Datenbank-Dateien schreiben. Ein lokaler, einfach
authentifizierter Angreifer kann diese Informationen ausspähen.
Juniper informiert in diesem Kontext, dass Junos OS auf FreeBSD 6.1
beziehungsweise FreeBSD 10.1 arbeitet und in dem FreeBSD Advisory (im
Anhang) keine genaue Beschreibung existiert, ob auch ältere Versionen als
FreeBSD 6.3 betroffen sind. In diesem Zusammenhang beseitigt Juniper dieses
Risiko, indem es das Problem aus dem darunterliegenden FreeBSD entfernt.
Referenzen:
Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2016-1127/
Juniper Security Bulletin JSA10750 (CVE-2016-1275):
http://kb.juniper.net/index?page=content&id=JSA10750&actp=RSS
Juniper Security Bulletin JSA10751 (CVE-2016-1276):
http://kb.juniper.net/index?page=content&id=JSA10751&actp=RSS
Juniper Security Bulletin JSA10752 (CVE-2016-1277):
http://kb.juniper.net/index?page=content&id=JSA10752&actp=RSS
Juniper Security Bulletin JSA10753 (CVE-2016-1278):
http://kb.juniper.net/index?page=content&id=JSA10753&actp=RSS
Juniper Security Bulletin JSA10754 (CVE-2016-1279):
http://kb.juniper.net/index?page=content&id=JSA10754&actp=RSS
Juniper Security Bulletin JSA10755 (CVE-2016-1280):
http://kb.juniper.net/index?page=content&id=JSA10755&actp=RSS
Juniper Security Bulletin JSA10756 (CVE-2009-1436):
http://kb.juniper.net/InfoCenter/index?page=content&id=JSA10756&actp=RSS
Juniper Security Bulletin JSA10758 (CVE-2016-1263):
http://kb.juniper.net/index?page=content&id=JSA10758&actp=RSS
FreeBSD Security Advisory FreeBSD-SA-09:07.libc:
https://www.freebsd.org/security/advisories/FreeBSD-SA-09:07.libc.asc
Schwachstelle CVE-2009-1436 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2009-1436
Schwachstelle CVE-2016-1263 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-1263
Schwachstelle CVE-2016-1275 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-1275
Schwachstelle CVE-2016-1276 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-1276
Schwachstelle CVE-2016-1277 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-1277
Schwachstelle CVE-2016-1278 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-1278
Schwachstelle CVE-2016-1279 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-1279
Schwachstelle CVE-2016-1280 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-1280
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