Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.
Betroffene Software:
OpenSSL Project OpenSSL
Betroffene Plattformen:
Red Hat Enterprise Linux Desktop 5 Client
Red Hat Enterprise Linux Desktop 5 Workstation/Client
Red Hat Enterprise Linux Server 5
Mehrere Schwachstellen in OpenSSL ermöglichen einem entfernten, nicht
authentisierten Angreifer die Durchführung von Denial-of-Service-Angriffen
und das Umgehen von Sicherheitsvorkehrungen.
Für Red Hat Enterprise Linux 5 stehen Sicherheitsupdates über Backports
bereit.
Patch:
Red Hat Security Advisory RHSA-2015:1197
http://rhn.redhat.com/errata/RHSA-2015-1197.html
CVE-2015-1790: Schwachstelle im PKCS7-Parsing Code ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Eine Schwachstelle in dem Programmcode zum Parsen von PKCS#7-Dateien
behandelt das Fehlen eines inneren EncryptedContent nicht korrekt. Dadurch
kommt es durch eine Null-Zeiger-Dereferenzierung zu einem Programmabsturz.
Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann einen
Denial-of-Service-Angriff durchführen.
CVE-2015-1789: Schwachstelle in X509_cmp_time ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Eine Schwachstelle in der Funktion X509_cmp_time führt dazu, dass die Länge
der ASN1_TIME Zeichenkette in Zertifikaten und Sperrlisten nicht fehlerfrei
überprüft wird. Dadurch kommt es zu einem Lesen außerhalb der vorgesehenen
Grenzen und in der Folge zu einem Speicherzugriffsfehler. Ein entfernter,
nicht authentifizierter Angreifer kann einen Denial-of-Service-Angriff
durchführen.
CVE-2015-4000: TLS: Eine Schwachstelle ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsmaßnahmen
Eine Schwachstelle im Handshake des TLS-Protokolls Version 1.2 und früher
führt dazu, dass bei der Aushandlung der zu verwendenden
Diffie-Hellman-Verschlüsselung (DHE) ein Teil der Kommunikation nicht
signiert stattfindet. Der Client sendet zuerst eine Liste mit Vorschlägen
von Algorithmen, die für die Verschlüsselung verwendet werden können, an den
Server und dieser wählt einen Algorithmus aus der Liste aus. Die Verbindung
ist zu dem Zeitpunkt, zu dem der Client die Liste sendet, noch nicht
signiert. Durch einen Man-in-the-Middle-Angriff kann die Liste so verändert
werden, dass aus einem “ClientHello DHE” ein “ClientHello DHE_EXPORT” wird
und der Server eine DHE 512 Bit-Gruppe auswählt. Der Angreifer modifiziert
die Serverantwort entsprechend von “ServerHello DHE_EXPORT” zu “ServerHello
DHE”. Der Client bietet eine unsichere 512-Bit Gruppe im normalen Modus
nicht von sich aus an, akzeptiert diese aber, wenn sie vom Server
vorgeschlagen wird. Voraussetzung ist, dass auf dem Server der EXPORT-Modus
(DHE_EXPORT) aktiviert ist. Viele Server im Internet unterstützen für den
EXPORT-Modus die gleichen Gruppen, wodurch es möglich wird, einen Großteil
der für den Angriff notwendigen Berechnungen vorab zu erledigen.
Die Schwachstelle ist unter dem Namen Logjam bekannt.
Referenzen:
Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2015-0944/
Schwachstelle CVE-2015-4000 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2015-4000
Schwachstelle CVE-2015-1789 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2015-1789
Schwachstelle CVE-2015-1790 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2015-1790
Red Hat Security Advisory RHSA-2015:1197:
http://rhn.redhat.com/errata/RHSA-2015-1197.html
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