Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.
Betroffene Software:
Linux Kernel
Betroffene Plattformen:
Red Hat Fedora 21
Mehrere Schwachstellen ermöglichen sowohl lokalen wie auch entfernten, nicht
authentifizierten Angreifern die Durchführung von
Denial-of-Service-Angriffen.
Patch:
Fedora Security Update FEDORA-2014-13663
https://admin.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2014-13663/kernel-3.17.1-304.fc21
CVE-2014-8481: Null-Zeiger-Dereferenzierung im Linux-Kernel
Eine Schwachstelle im Linux-Kernel, im Zusammenhang mit der Zuordnung von
Speicherzeigern, führt zu Null-Zeiger-Dereferenzierung. Bestimmte
Fehlerbedingungen, wie z.B. der nicht vollständige Abruf einer Anweisung,
führen zu nicht initialisierten Speicherverweisen (ctxt->memopp). Ein nicht
privilegierter Gast kann einen Systemabsturz hervorrufen. Ein entfernter,
nicht authentifizierter Angreifer kann einen Denial-of-Service-Angriff
durchführen.
CVE-2014-8480: Null-Zeiger-Dereferenzierung im Linux-Kernel
Eine Schwachstelle im Linux-Kernel, im Zusammenhang mit der Zuordnung von
Speicherzeigern, führt zu Null-Zeiger-Dereferenzierung. Bestimmten
Anweisungen, wie z.B. ‘clflush’ fehlen ordnungsgemäße Flags, wodurch es zu
nicht initialisierten Speicherverweisen (ctxt->memopp) kommt. Ein
privilegierter Gast kann einen Systemabsturz hervorrufen. Ein entfernter,
nicht authentifizierter Angreifer kann einen Denial-of-Service-Angriff
durchführen.
CVE-2014-8369: Schwachstelle im Linux-Kernel ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Eine Schwachstelle im Linux-Kernel, im Zusammenhang mit der Funktion
kvm_iommu_map_pages(), führt dazu, dass Fehler in der Behandlung von
Iommu-Zuordnungen nicht korrekt verarbeitet werden. Diese Schwachstelle
wurde mit der Behebung der Schwachstelle CVE-2014-3601 eingeführt. Ein
lokaler, authentifizierter Angreifer kann einen Denial-of-Service-Angriff
durchführen.
CVE-2014-3646: Denial-of-Service-Schwachstelle im Linux-Kernel bzgl. der
Unterstützung von invvpid Anweisungen
Eine Schwachstelle im Linux-Kernel, im Zusammenhang mit der Unterstützung
von invvpid Anweisungen, führt dazu, dass wenn das entsprechende Bit
IA32_VMX_EPT_VPID_CAP im MSR Register gesetzt ist, der Aufruf von invvpid
zum Absturz des Gast-Systems führt. Ein lokaler, nicht authentifizierter
Angreifer kann einen Denial-of-Service-Angriff durchführen.
CVE-2014-3611: Denial-of-Service-Schwachstelle im Linux-Kernel im
Zusammenhang mit der PIT-Emulation in KVM
Eine Schwachstelle im Linux-Kernel, im Zusammenhang mit der PIT-Emulation in
KVM, führt dazu, dass in der Funktion ‘__kvm_migrate_pit_timer’ der Zugriff
auf das ‘pit_timer’ Objekt ohne Synchronisation erfolgt. Eine zeitkritische
Verarbeitung (race condition) bei Zugriffen auf die PIT-I/O-Ports, führt zu
einem Systemabsturz.
Ein entfernter, authentifizierter Angreifer kann einen
Denial-of-Service-Angriff durchführen.
CVE-2014-3610: Schwachstelle im Linux-Kernel ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Eine Schwachstelle im Linux-Kernel führt dazu, dass von einem Gast ein nicht
autorisierter Wert in ein MSR-Register geschrieben werden kann. Der
KVM-Prozess schreibt diesen Wert dann in ein MSR-Register in der
Host-Umgebung und durch ein #GP wird eine Kernel-Panik ausgelöst, die einen
Systemabsturz zur Folge hat. Ein entfernter, authentifizierter Angreifer
kann einen Denial-of-Service-Angriff durchführen.
CVE-2014-3690: Schwachstelle im Linux-Kernel ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Eine Schwachstelle im Linux-Kernel führt dazu, dass der cr4-Wert des Hosts
zwischen verschiedenen VM-Einträgen auf derselben vCPU geändert werden kann,
vom System aber als konstant betrachtet wird. Dies führt zu einer
Inkonsistenz u.a. mit der Variable PR_SET_TSC wodurch es zu einem
Systemabsturz kommt.
Ein lokaler, nicht authentifizierter Angreifer kann einen
Denial-of-Service-Angriff durchführen.
CVE-2014-3688: Denial-of-Service-Schwachstelle im sctp Stapel des
Linux-Kernel
Eine Schwachstelle im sctp Stapel des Linux-Kernel führt dazu, dass bei
einer extrem starken Anzahl von Anfragen, der verfügbare Speicher
aufgebraucht wird. Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann
einen Denial-of-Service-Angriff druchführen.
CVE-2014-3687: Denial-of-Service-Schwachstelle im sctp Stapel des
Linux-Kernel
Eine Schwachstelle im sctp Stapel des Linux-Kernel führt dazu, dass es durch
den Empfang eines doppelten ASCONF-Bruchstückes zu einer Kernel-Panik
kommt. Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann einen
Denial-of-Service-Angriff durchführen.
CVE-2014-3673: Schwachstelle im Linux-Kernel ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Eine Schwachstelle im Linux-Kernel, in der Datei net/core/skbuff.c führt
dazu, dass es beim Empfangen eines fehlerhaften ASCONF-Bruchstücks zu einer
Kernel-Panik kommt. Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann
einen Denial-of-Service-Angriff durchführen.
Referenzen:
Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2014-1409/
Schwachstelle CVE-2014-3673 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-3673
Schwachstelle CVE-2014-3687 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-3687
Schwachstelle CVE-2014-3688 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-3688
Schwachstelle CVE-2014-3690 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-3690
Fedora Security Update FEDORA-2014-13663:
https://admin.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2014-13663/kernel-3.17.1-304.fc21
Schwachstelle CVE-2014-3610 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-3610
Schwachstelle CVE-2014-3611 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-3611
Schwachstelle CVE-2014-3646 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-3646
Schwachstelle CVE-2014-8369 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-8369
Schwachstelle CVE-2014-8480 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-8480
Schwachstelle CVE-2014-8481 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-8481
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