Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.
Betroffene Software:
BIND Versionen 9.8.0 bis inklusive 9.8.4-P1, 9.9.0 bis inklusive 9.9.2-P1
Betroffene Plattformen:
Alle Plattformen, auf denen der Bind-Server läuft
In ISC BIND 9 existiert in Abhängigkeit von bestimmten Konfigurationen eine
Schwachstelle, die ein entfernter Angreifer für einen
Denial-of-Service-Angriff ausnutzen kann.
AAAA-Records werden bei IPv6 verwendet, um Domain-Namen einer IPv6-Adresse
zuzuordnen. DNS64 stellt eine Methode für DNS-Server zur Verfügung, um bei
einer Anfrage eines AAAA-Records, die Antwort aus einem entsprechenden
A-Record zu erzeugen (falls dieser nur den A-Record und keinen passenden
AAAA-Record findet). Response Policy Zones (RPZ) dienen dazu, dass DNS
Recursive Resolver bestimmte Anfragen zu beispielsweise Domains mit
Schadsoftware blockieren können.
Workaround:
Im Advisory des Herstellers ist ein Abschnitt für einen ‘Workaround’
beschrieben
CVE-2012-5689: Schwachstelle in ISC BIND 9
Im ISC BIND 9 existiert eine Schwachstelle im DNS64-Code, der für die
Umwandlung von A-Records in einen AAAA-Record verwendet wird. Voraussetzung
ist allerdings, dass nur für den A-Record eine Umwandlungsregel (rewrite
rule) in einer Response Policy Zone (RPZ) existiert und keine Rewrite-Regel
für den entsprechenden AAAA-Record existiert. Ein entfernter Angreifer kann
unter diesen Umständen die Schwachstelle mittels einer Anfrage für einen
AAAA-Record für einen Denial-of-Service-Angriff ausnutzen.
Referenzen:
Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2013-0171/
Das Hersteller Advisory:
https://kb.isc.org/article/AA-00855
Schwachstelle CVE-2012-5689:
http://cve.mitre.org/cgi-bin/cvename.cgi?name=CVE-2012-5689
(c) DFN-CERT Services GmbH
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