X.Org-Server: Lokaler Angreifer kann Befehle ausführen

Eine Sicherheitslücke in der X.Org-Applikation hat zur Folge, dass ein
entfernter, angemeldeter Angreifer Befehle mit höheren Rechten ausführen
kann. Weiter ist er auch in der Lage beliebige Dateien zu löschen.

Ursache hierfür ist eine Schwachstelle beim Verarbeiten des Modulepath-Arguments auf der Kommandozeile. Hier kann der Angreifer einen unsicheren Pfad angeben, um von ihm gewünschte Befehle auszuführen. Ein ähnliches Problemtritt auch beim Verarbeiten des Logfile-Arguments auf, wodurch der Angreifer dann Dateien des Systems löschen kann.

Diese beiden Attacken sind allerdings nur möglich, falls der X-Server mit
entsprechend höheren Rechten läuft, das heißt, falls der Server mit
Setuid-Bit installiert ist und von einem Nicht-Root-Anwender gestartet wurde.

Der Patch ist für diese zwei Programmierfehler ist denkbar einfach: ein Aufruf der xf86CheckPrivs-Funktion in der fehlerhaften xf86Init.c-Datei löst das Problem, und vereitelt die Attacken.

Betroffen sind die Versionen 1.19 und neuer.

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