WordPress ist eines der am weitesten verbreiteten Content-Management-Systeme. Eine Sicherheitslücke in WordPress hat zur Folge, dass ein entfernter Angreifer die SQL-Datenbank des Systems angreifen kann. Dies geschieht über eine SQL-Injection-Attacke bei der der Angreifer bestimmte SQL-Befehle in das System einschleust und dann auf der Datenbank ausführt. Im schlimmsten Fall kann ein Angreifer so eine komplette WordPress-basierte Webseite übernehmen und nach seinen Wünschen umgestallten.
Der verantwortliche Programmierfehler befindet sich in der »$wpdb->prepare()«-Funktion. Diese sorgt eigentlich dafür, dass SQL-Anfragen ordentlich formatiert sind und kein Sicherheitsrisiko darstellen. Genau in dieser Funktion hat sich aber ein Fehler eingeschlichen, der dazu führt, dass unsichere SQL-Anfragen generiert werden. Ein Angreifer kann dies über eine Attacke gegen WordPress Plugins und Themes ausnutzen. Ein kürzlich veröffentlicher Patch enthält eine Modifikation der »esc_sql()«-Funktion, welche dazu führt, dass ein Angreifer die SQL-Injection-Attacke nicht mehr durchführen kann.
Betroffen sind die Versionen vor 4.8.3.
