Wget ist ein freies Kommandozeilenprogramm des GNU-Projekts zum Herunterladen von Dateien aus dem Internet. Zu den unterstützten Protokollen gehören ftp, http und https. Das Programm gibt es unter anderem für Unix, GNU/Linux, OS/2, Windows und SkyOS. Eine kürzlich entdeckte Schwachstelle in dem wget-Tool hat zur Folge, dass ein Angreifer Befehle mit den Rechten des Anwenders oder Denial-of-Service-Attacken durchführen kann.
Ursache der Sicherheitslücke ist ein Buffer-Overflow-Fehler beim Verarbeiten von Internationalized Resource Identifiers (IRI) in wget. Internationalized Resource Identifier stellen die internationalisierte Form der Uniform Resource Identifier (URI) dar. Sie sind definiert in RFC 3987. IRIs erweitern die erlaubten Zeichen in URIs von einer Teilmenge des ASCII-Zeichensatzes zu fast allen Zeichen des Universal Character Set.
Zum Ausnutzen der Schwachstelle muss der Angreifer Kontrolle über den Server haben, der von wget angesprochen wird.
Betroffen sind die Versionen 1.20.1 und älter.
