Unternehmensrätsel

Ein bekannter Konzern will auf Anfrage nicht mit Zahlen herausrücken, was denn konkret an Lizenzkosten anfallen würde, wenn ein KMU seinen Server aufsetzte. Es fällt mir schwer, nicht zu unken: Ist es zu anstrengend? Oder zu peinlich? Vielleicht ist das Linux-Magazin auch einfach nicht wichtig genug. Ein Konzern, dessen E-Mail-Korrespondenz mit der Presse zu zwei Dritteln aus vorgefertigten Textbausteinen besteht (“Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns telefonisch und per E-Mail Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr.”), deren automatisierte Unpersönlichkeit nur noch von Telefongesellschaften und Ämtern übertroffen wird (“Rund um die Uhr finden Sie News, Informationen und Materialien zu XXX und XXX-Produkten auf unseren neu gestalteten XXX Presseservice-Seiten unter http://www.XXX.de/presse.”), hat es jedenfalls nicht nötig, transparent zu sein. Das Open-Source-Prinzip – verstecke Deine Schwächen nicht, sondern lege sie offen – ist hier definitiv noch nicht angekommen. Aber das wussten wir ja eigentlich schon.

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