Tagebuch auf der Kommandozeile: Jrnl

Ein Tagebuch oder Journal kann man aus vielen Gründen führen, etwa um geleistete Arbeit zu dokumentieren oder um Notizen und Ideen festzuhalten. Das Programm Jrnl ist genau richtig für diesen Zweck, wenn man routinierte Benutzer der Kommandozeile ist. Sofern man das Versionskontrollsystem Git installiert hat, genügen wenige Kommandos, um Jrnl aus dem jüngsten Quelltext zu installieren:

$ git clone git://github.com/maebert/jrnl.git
$ cd jrnl
$ python setup.py install

Wenn man nun das Kommando “jrnl” ausführt, fragt die Software nach einem Namen für das neue Journal und verschlüsselt es. Die tägliche Benutzung ist genauso einfach: “jrnl -n 5” zeigt die jüngsten fünf Einträge an. Wer alle Einträge vom letzten Jahr bis diesen Juni sehen möchte, gibt

jrnl -from "last year" -to june

ein. Jrnl beherrscht auch Schlagwörter (Tags). Mit einem vorangestellten “@” wird ein Wort zum Tag, etwa in folgendem Befehl:

jrnl Upload-Problem in @Pygmyfoto behoben

Alle Einträge mit diesem Tag zeigt “jrnl @Pygmyfoto” an. Daneben kennt die Software Zeitangaben wie “yesterday”, “last friday”, “at 5pm” und “7 may”. Deutschsprachige Zeitangaben versteht sie allerdings nicht.

Die Daten lassen sich aus Jrnl exportieren: “jrnl –json” gibt sie im Json-Format aus, “jrnl –markdown” in Markdown, das sich mit verschiedenen Tools in Formate wie HTML oder PDF umwandeln lässt.

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