Der Referent oder Dozent schreibt und zeichnet aufs Whiteboard. Wie gut, dass man das per Handy oder Digitalkamera einfach abfotografieren kann. Das Ergebnis sieht aber meist enttäuschend flau und kontrastarm aus und ist wenig brauchbar.
Die Rettung kommt mit dem freien Grafik-Alleskönner Imagemagick. Der Informatikstudent Leland Batey hat ein Skript für das Programm gebastelt, das Whiteboard-Schnappschüsse automatisiert nachbearbeitet und ansehnlich sowie gut lesbar macht. Der Einzeiler Whiteboard Cleaner benötigt lediglich Bash und installiertes Imagemagick.
Hier ist der Skriptcode:
!/bin/bash convert "$1" -morphology Convolve DoG:15,100,0 -negate -normalize -blur 0x1 -channel RBG -level 60%,91%,0.1 "$2"
Man speichert diesen in einer Datei namens “whiteboardcleaner.sh”, die man per “chmod +x” ausführbar macht. Nun kann man das Skript im selben Verzeichnis wie folgt aufrufen:
./whiteboardcleaner.sh Eingabe.jpg Ausgabe.jpg
Wer das Skript im Suchpfad der Shell platziert, etwa in “~/bin”, darf “./” auch weglassen und kann es aus jedem Verzeichnis aufrufen.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, es als Funktion an die Bash-Konfigurationsdatei “~/.bashrc” anzuhängen:
function whiteboardcleaner
{
convert "$1" -morphology Convolve DoG:15,100,0 -negate -normalize -blur 0x1 -channel RBG -level 60%,91%,0.1 "$2"
}
Nicht vergessen, die Konfiguration vor dem Ausprobieren per “source ~/.bashrc” neu einzulesen!


