So, nun bin ich endlich angekommen – im Jahr 2009 natürlich inzwischen auch, vor allem aber bei Suse 11.1. Per Update aus 11.0, der letzlich auch funktioniert hat. Ganz schmerzfrei war der Vorgang aber nicht: Erstmal rechnete der Depency-Solver über fünf Minuten, so lange, dass der Finger schon recht nah am Resetknopf war. Dann warf er ein Dutzend Konflike mit Lösungsvorschlägen aus. Nach der Auswahl war der Paketmanager nochmal Minuten beschäftigt. Als das upgedatete System dann lief, sah ich, dass das Paket openoffice2.4-dev das Aktualisieren der Office-Suite blockiert hatte – Yast bot mir eine Menge Optionen an, nur der Vorschlag, das alte Devel-Paket zu entfernen, war nicht darunter. Zwar kennt Zypper Zypper seit 11.0 den Befehl “dist-upgrade”. Der benutzt benutzt allerdings laut OpenSuse-Wiki die gleichen Algorithmen wie der Upgrade über die Installations-DVD. Bleibt also der Eindruck, dass OpenSuse beim Distupgrade, das jedem, der aktuelle Anwendungsvesionen benutzen möchte, oft genug ins Haus steht, noch nicht ganz auf Debian/Ubuntu-Niveau angekommen ist.
Das fertig installierte System macht dagegen einen guten Eindruck: Updates, die ich nicht installieren möchte, künftig ingnorieren zu können, habe ich mir schon oft gewünscht. Wenn ich die Laptop-Mode-Tools installiere braucht mein Thinkpad R60e im Leerlauf nun auch ohne händische Optimierung unter 12 Watt – auf OpenSuse 11.0 war dieser Wert nicht so leicht zu erzielen.

