In OpenSSL wurden mehrere kritische Sicherheitslücken entdeckt. Dadurch ist ein entfernter Angreifer in der Lage Denial-of-Service-Attacken durchzuführen. Angemeldete, entfernte Angreifer können weiter auch Befehle auf dem betroffenen System ausführen. Ein angemeldeter Angreifer kann einen Fehler im Speichermanagement der Applikation ausnutzen. Dazu muss er spezielle Daten an einen verbundenen DTLS Perr senden. Diese schickt er zwischen der ChangeCipherSec- und Finished-Nachricht an den Peer. Dies löst dann einen Speicherfehler aus und kann unter Umständen ausgenutzt werden, um Befehle mit den Rechten der Applikation auszuführen. Betroffen hiervon sind die Versionen 0.9.8 (vor 0.9.8za), 1.0.0 (vor 1.0.0m) und 1.0.1 (vor 1.0.1h).
Eine andere Schwachstelle erlaubt einem entfernten Angreifer das Ausführen von Denial-of-Service-Attacken. Der Wert des ECParameters wird von OpenSSL nicht korrekt verarbeitet. Dadurch kann ein entfernter Angreifer das Programm in eine Endlosscheife bringen, so dass es keine weiteren Aktionen mehr ausführt. Anfällig hierfür sind Applikationen, die öffentliche Schlüsseil und Zertifikate verarbeiten. So sind auch TLS-Clients und -Server mit Client-Authentifkation anfällig für diese Sicherheitslücke. Betroffen sind die Versionen 1.0.1 und 1.0.2.
TLS-Clients sind auch noch von einer weiteren Schwachstelle betroffen. Diese tritt beim Verarbeiten von Certificate Revocation Lists (CRLs) auf. Ein Out-of-Bound-Speicherfehler in der »X509_cmp_time()«-Funktion führt hier zu einem Segmentation Fault. Ein entfernter Angreifer kann dies für Denial-of-Service-Attacken ausnutzen. Anfällig hierfür sind TLS-Clients mit CRLs-Unterstützung. Ein weiteres Problem tritt auch beim Verarbeiten von ASN.1-kodierten PKCS#7 Daten auf. Hier kann ein entfernter Angreifer durch das Senden geschickter Daten einen Null-Zeiger-Dereferenz-Fehler ausnutzen. Anwendungen, die PKCS#7 Daten entschlüsseln oder verarbeiten sind hiervon betroffen. Ein entfernter Angreifer kann auch eine Sicherheitslücke beim Verarbeiten von signedData-Nachrichten ausnutzen, um das Programm in eine Endlossschleife zu bringen.
