In D-Bus wurden mehrere Sicherheitslücken entdeckt. Ein lokaler Angreifer kann hierdurch höhere Rechte auf dem System erlangen und Denial-of-Service-Attacken durchführen.
Ein erstes Problem tritt beim Verarbeiten des »max_message_unix_fds«-Limits auf. Ist dieses auf eine ungerade Zahl gesetzt so kann ein lokaler Angreifer mit Hilfe eines speziellen Datei-Deskriptors einen Heap-Overflow auslösen. Dies erlaubt ihm dann das Ausführen von Befehlen mit höheren Rechten. Nur 64-Bit-Systeme sind hierfür anfällig.
Ein weiteres Problem tritt beim Verarbeiten des »RLIMIT_FILE«-Limits auf. Ein lokaler Angreifer kann recht einfach dafür sorgen, dass der Dbus-Daemon dieses Limit erreicht. Die Folge hiervon ist, dass neue Clients keine Verbindungen mehr aufbauen können.
Ein lokaler Angreifer kann weiter auch D-Bus-Verbindungen herstellen, die auch nach dem Terminieren des Prozesses bestehen. Dies kann für eine Denial-Of-Service-Attacke ausgenutzt werden.
Eine ähnlich Attacke ist möglich, wenn ein lokaler Angreifer die maximale Anzahl paralleler Verbindungen aufbaut und gleichzeitig die maximale Zahl an Method-Calls pro Verbindung sendet. Dies hat zur Folge, dass der Dbus-Daemon sehr langsam wird und nicht mehr effizient reagiert.
Weiter kann ein lokaler Angreifer auch einfach mehrere Verbdungen zu dem D-Bus Daemon öffnen und den Authentication-Handshake nicht beenden. Dadurch kann der Angreifer andere Clients darin hindern selbst Verbindungen aufzubauen.
Betroffen sind die Versionen vor 1.6.24 und 1.8.8.
