Zwei Sicherheitslücken in OpenSSL haben zur Folge, dass ein entfernter Angreifer Denial-of-Service-Attacken durchführen kann. Weiter ist der Angreifer auch in der Lage die Authentifikation des Systems unter bestimmten Umständen zu umgehen.
Das erste Problem liegt in dem Code zum Verarbeiten von ASN.1-Daten. Bestimmte ASN.1-Pakete verbrauchen dadurch sehr viel Stack-Speicher. Dies führt dann zum Absturz von Open SSL. Ein entfernter Angreifer kann diese Schwachstelle durch das Senden speziell konstruierter ASN.1-Daten ausnutzen. Der Programmierfehler tritt auf, wenn rekursive Definitionen in ASN.1-Paketen verwendet werden.Dieser Fehler kann bei SSL/TLS Verbindungen nicht auftreten, da hier keine ASN.1-Strukturen vorkommen. Allerdings gibt es solche rekursiven Definitionen bei PKCS7.
Die zweite Schwachstelle betrifft nur HP-UX PA-RISC-Systeme. Hier liegt der Fehler in der CRYPTO_memcmp()-Funktion, so dass ein entfernter Angreifer Nachrichten ohne Authentifikation senden kann.
