Eine Sicherheitslücke im Linux Kernel hat zur Folge, dass ein entfernter Angreifer vergleichsweise einfach Denial-of-Service-Attacken gegen betroffene Systeme ausführen kann. Das CERT/CC bewertet diese Schwachstelle mit einem hohen CVSS-Base-Score von 7.1.
Die Attacke ist möglich sobald ein Rechner einen offenen TCP-Port zum Internet bereitstellt. Gibt es einen solchen Port, so kann ein entfernter Angreifer die Attacke über speziell konstruierte TCP-Datenpakete starten. Dies führt dann dazu, dass die tcp_collapse_ofo_queue()- und tcp_prune_ofo_queue()-Funktionen sehr CPU-intensive Ausgaben im TCP-Reassembly-Algorithmus durchführen muss. Durch sehr viele solcher Pakete kann der Angeifer dann den Kernel und damit das System lahmlegen.
Der Angriff ist allerdings nur dann effektiv durchführbar, wenn die TCP-Kommunikation in beide Richtungen besteht. Damit ist ein IP-Spoofing zum verschleiern der Identität des Angreifers nicht so einfach machbar, da dies die Kommunikation zurück zum Senden unmöglich machen würde.
Betroffen von der Schwachstelle sind die Kernel-Versionen 4.9 und höher. Allerdings scheinen auch ältere Versionen anfällig zu sein, wobei aber dabei deutlich mehr TCP-Paketen zu generieren sind.
