Angriffe können eine Schwachstelle in dem Selenium Grid Framework ausnutzen, um einen Krypto-Miner zu installieren. Das Selenium Grid Framework ist ein Open-Source-Tool, das es Entwicklern ermöglicht, Software und Webanwendungen parallel auf mehreren Servern zu testen.
Es unterstützt verteiltes Testen und ermöglicht die gleichzeitige Ausführung von Tests auf verschiedenen Browsern und Betriebssystemen. Das Sicherheitsproblem besteht darin, dass die WebDriver API standardmäßig ohne Authentifizierung zugänglich ist. Angreifer nutzen diese Schwachstelle, um eigene Befehle auszuführen. Sicherheitsforschern zufolge leiten die Angreifer Pfade so um, dass der Standard-Binärpfad nicht mehr auf Chrome zeigt, sondern auf einen Python-Interpreter. Dieser Interpreter führt dann ein Skript der Angreifer aus, wodurch sie Zugang erhalten und einen modifizierten XMRig Miner zum Kryptomining installieren können. Theoretisch könnten sie dank des Fernzugriffs auch zusätzliche Malware installieren.
Die Forscher berichten, dass sie Angriffe auf die Version 3.141.59 beobachtet haben. Aktuell ist die Version 4.23.0 verfügbar. Sie vermuten jedoch, dass die Schwachstelle auch in den neuesten Versionen bestehen könnte und möglicherweise
bereits Angriffe stattfinden.
