Im Linux-Kernel-Modul ksmbd, das für die Implementierung des SMB3-Protokollservers zuständig ist, wurde eine schwerwiegende Zero-Day-Sicherheitslücke (CVE-2025-37899) entdeckt. Die Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, unter bestimmten Bedingungen aus der Ferne Code mit Kernel-Rechten auszuführen. Ursache ist eine Use-After-Free-Situation: Wird ein Benutzer über das SMB2-LOGOFF-Kommando abgemeldet, kann es vorkommen, dass gleichzeitig eine andere Verbindung versucht, auf ein bereits freigegebenes Sitzungsobjekt zuzugreifen. Dies kann zu Speicherbeschädigungen und potenziell zur vollständigen Kompromittierung des Systems führen.
Auffällig ist, dass diese Schwachstelle mithilfe eines KI-Sprachmodells entdeckt wurde, das systematisch den Quellcode des Moduls analysierte. Das Modell war in der Lage, sowohl bekannte als auch bislang unentdeckte Sicherheitslücken zu identifizieren und zeigt damit das wachsende Potenzial von KI-Werkzeugen in der Cybersicherheitsanalyse – insbesondere bei der automatisierten Auswertung komplexer Codebasen.
Betroffen sind Linux-Systeme, bei denen das ksmbd-Modul aktiviert ist. Systeme, die stattdessen Samba verwenden, sind nicht betroffen. Empfohlen wird, das Modul zu deaktivieren, wenn es nicht zwingend benötigt wird, den Zugriff auf SMB-Dienste durch Firewalls zu beschränken und regelmäßig Sicherheitsupdates einzuspielen.
