Eine Sicherheitslücke indem Linux Kernel führt dazu, dass lokale Angreifer Denial-of-Service-Attacken gegen das System starten können.
Der verantwortliche Programmierfehler liegt in dem ptrace()-Code des Kernels.
Die ptrace()-Funktion erlaubt es einem Prozess einen anderen Prozess zu überwachen und zu kontrollieren. Entwickler verwenden diesen Mechanismusoftmals zum Breakpoint-Debugging von Programmen.
Die entdeckte Sicherheitslücke befindet sich in der modify_user_hw_breakpoint()- Funktion des Kernels. Diese ist für die Modifkation von Breakpoints zuständig. Die Schwachstelle tritt beim Behandeln von Fehlern in der modify_user_hw_breakpoint()-Funktion auf.
Eine Attacke ist allerdings nur möglich, wenn das System mitHardware-Breakpoint-Unterstützung betrieben wird. Hierzu muss im Kernel die Option CONFIG_HAVE_HW_BREAKPOINT aktiviert sein. Ist dies nicht der Fall, so ist der
installierte Kernel von der Sicherheitslücke nicht betroffen.
Ein entsprechender Patch findet sich hier.
