Mehrere kritische Sicherheitslücken wurden kürzlich im Bildbearbeitungsprogramm Gimp entdeckt. Entfernte Angreifer können dadurch Schadcode mit den Rechten des Anwenders ausführen.
Der Angreifer muss hierzu eine manipulierte Bilddatei an sein Opfe schicken. Beim Öffnen der Datei mit Gimp werden dann die Befehle ausgeführt. Allerdings tritt dieses Problem nur bei den Bildformaten DDS, PSD und PSP auf.
Bei dem DDS-Format werden benutzerdefinierte Daten nicht korrekt auf ihre Länge überprüft, bevor sie in einen Heap-Puffer kopiert werden. Ein ähnliches Problem tritt beim Öffnen von PSD-Dateien auf. Hier führt eine fehlende Eingabekontrolle benutzerdefinierter Daten zu einem Integer-Overflow-Fehler. Ebenfalls kann der Angreifer hier einen Off-by-One-Fehler bei der Berechnung von Schreibsituationen auf dem Heap-Puffer ausnutzen.
Die Sicherheitslücken wurden in der neuen Version 2.10.36 korrigiert.
