Gute Gründe, um mit Open Source zu arbeiten

Unsere amerikanische Redaktionskollegin Rikki Kite hat ein spannendes Projekt gestartet: Sie interviewt Frauen, die im Open-Source-Umfeld arbeiten. Sie fragt nach aktuellen Aufgaben und persönlichen Erfahrungen. Und sie fragt, mit welchen Argumenten sie andere Frauen überzeugen würden, ihre berufliche Existenz auf Open Source zu gründen.

Die Antworten liefern nicht nur ihren Geschlechtsgenossinen tolle Argumente, Ein- und Umsteiger von Freier und Open Source Software zu überzeugen. Carla Schroder beispielsweise, Linux Geek und Chefin des Nachrichtenportals LinuxToday, findet, dass das Umfeld besonders toll für Programmierer ist, weil die besten Programmierer der Welt sich hier versammeln und gern ihr Wissen teilen.

Systemadministratorin Moose hingegen kann selbst nicht programmieren, wie sie sagt. Sie ist bei der Organisation von Linux Events dabei und macht sich für Fortbildung stark. Sie bricht eine Lanze für Toleranz unter den Hackern: Mit oder ohne Studium, egal ob Linux- oder Windows-Anwender, andere Nationalitäten – sie wünscht sich eine Community, die offen ist für alle.

Die Organisatorin des diesjährigen Ohio Linux Fest Beth Lynn Eicher sagt, sie kam wegen der Software und empfiehlt anderen den gleichen Weg aus dem gleichen Grund, und ihre fallen noch viele weitere ein, darunter die Freiheit als einer der wichtigsten.

Allen ist eines gemeinsam: In ihrer beruflichen Laufbahn stehen Status, Geld und eindrucksvolle Büros nicht an erster Stelle. Diese Auffassung kann man teilen oder nicht, aber sie alle verbinden sehr wohl hohe Werte mit ihrer Arbeit. Carla Schroder formuliert das so: “Werte und Ethik. Welche Art Person möchtest du sein? Welchen Eindruck möchtest du in deinem Teil der Welt hinterlassen? Wie misst du Erfolg – damit, mit wieviel du durchkommst? oder in anderen Maßstäben? Machst du dir Gedanken über Privatsphäre, persönliche Freiheit, Bürgerrechte und Verbraucherrechte?”

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