In der freien SMB-Implementierung Samba wurde eine schwerwiegende Sicherheitslücke entdeckt, die bei bestimmten Konfigurationen eine Remote Code Execution durch nicht authentifizierte Angreifer ermöglichen kann. Die Schwachstelle wurde mit der höchsten Schwerebewertung CVSS 10.0 („Critical“) eingestuft und betrifft alle Samba-Versionen ab 4.0 – allerdings nur, wenn der Windows Internet Name Service (WINS) aktiv ist und zusätzlich der Parameter wins hook gesetzt wurde.
Laut Samba-Projekt basiert die Schwachstelle auf unzureichenden Validierungsmechanismen innerhalb des veralteten WINS-Protokolls. Angreifende können demnach beliebige NetBIOS-Namen, einschließlich Shell-Metazeichen, zur Registrierung an den Server übermitteln. In Kombination mit einem gesetzten wins hook-Befehl kann dies in bestimmten Konfigurationen zur Ausführung von beliebigem Code auf dem Server führen.
Betroffen sind nur Server, die als Active Directory Domain Controller betrieben werden – also mit der Konfigurationszeile server role = domain controller (bzw. den Synonymen active directory domain controller oder dc). Standardmäßig ist der WINS-Support in Samba deaktiviert, ebenso wird wins hook üblicherweise nicht gesetzt.
