Exim: Heap Buffer Overflow macht 400,000 Server angreifbar

Exim, ein sehr verbreiteter Mail Transfer Agent und Mailserver, enthält eine scherre Sicherheitslücke. Exim 4 ist auch der Standard-MTA unter Debian GNU/Linux. Eine Anfang Febuar entdeckte Sicherheitslücke in Exim hat zur Folge, dass ein entfernter Angreifer Befehle mit höheren Rechten auf dem System ausführen kann. Ursache hierfür ist ein Programmierfehler in der Base64-Deokidierungsfunktion. Der Angreifer kann diese Schwachstelle noch vor der eigentlichen Authentifizierung ausnutzen. Damit sind sehr viele Systeme anfällig und auch leicht angreifbar. Insgesamt sind circa 400 000 Server betroffen.

Der Fehler liegt in der b64decode()-Funktionen und tritt bei einer Speicherallokation auf. Hierbei alloziert Exim ein Byte zu wenig, so dass es zu einem typischen Buffer Overflow auf dem Heap kommt. Ein Angreifer muss lediglich speziell konstruierte SMTP-Daten an einen Exim-Server schicken, um Befehle auf dem System auszuführen. Ein entsprechender Exploit ist schon im Umlauf. Betroffen sind die Versionen vor 4.90.1.

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