Docker ist eine Open-Source-Plattform, die die Bereitstellung und Verwaltung von Anwendungen in Containern ermöglicht. Container sind leichtgewichtige, standardisierte Softwareeinheiten, die den Code, die Laufzeitumgebung, Bibliotheken und alle Abhängigkeiten enthalten, die eine Anwendung benötigt, um in jeder Umgebung konsistent zu laufen.
Docker hat nun eine Sicherheitslücke in vielen Versionen seiner Engine entdeckt, die Angreifern eine Rechteausweitung ermöglicht. Betroffen sind alle Versionen von 19.03.15 bis
27.1.0. Für Versionen ab 23.0.14 sind Patches verfügbar.
Docker verwendet Autorisierungs-Plug-ins, um eine detaillierte Rechtevergabe zu gewährleisten. Standardmäßig gibt es keine Beschränkungen, sodass Nutzer mit Zugriff auf den Docker Daemon alle Befehle ausführen können. Die Authentifizierungs- und Autorisierungssysteme (AuthN und AuthZ) von Docker
leiten Benutzerinformationen und Befehle an AuthZ-Plugins weiter, die dann die Ausführung genehmigen oder verweigern. 2019 behob Version 18.0.9 eine Schwachstelle, die durch unzureichende Inhaltsüberprüfung eine Rechteausweitung
über die Plug-ins ermöglichte. Diese Sicherheitslücke trat jedoch ab Version 19.03 wieder auf. Nach der Entdeckung im April 2024 veröffentlichte Docker am 23. Juli Patches für Versionen ab 23.0.14.
