In aktuellen Versionen der Cisco Identity Services Engine (ISE) und dem zugehörigen Passive Identity Connector (ISE-PIC) wurden gravierende Sicherheitslücken entdeckt. Diese ermöglichen es Angreifern, ohne jede Anmeldung Schadcode einzuschleusen und betroffene Systeme vollständig unter ihre Kontrolle zu bringen – mit Root-Rechten.
Da Cisco ISE in vielen Unternehmen das zentrale Nervensystem für die Netzwerkzugriffsverwaltung darstellt, ist das Schadpotenzial enorm: Angriffe an dieser Stelle können sich rasch auf das gesamte Unternehmensnetzwerk ausweiten.
Betroffen sind die Versionen 3.3 und 3.4. Cisco hat bereits Patches bereitgestellt (3.3 Patch 6 und 3.4 Patch 2), die umgehend installiert werden sollten. Systeme bis einschließlich Version 3.2 gelten als nicht anfällig.
Die Schwachstellen beruhen auf schwerwiegenden Validierungsfehlern. Angreifer können über präparierte API-Anfragen oder manipulierte Datei-Uploads Schadcode ausführen – mit höchsten Systemrechten. Fachleute gehen davon aus, dass betroffene Instanzen im Erfolgsfall vollständig kompromittiert werden.
