25c3: Bitte draußen bleiben

Den eben gehörten Vortrag des Projekts Wikileaks fand ich ziemlich wichtig. Grund genug, nach vorne zugehen, um bei den Referenten das eine oder andere zu erfragen. Das war eine folgenschwere Entscheidung. Da der Kongress aus Mangel an einem alternativen Ort auch dieses Jahr wieder im Berliner Congress Center (bcc) stattfindet, obwohl Jahr für Jahr die Säle voll sind, wurden diesmal giftige Mittel ergriffen, um das Chaos einzudämmen: Wer sich bewegte, war seinen Platz los, no matter what. “Jeder Stuhl, der genau jetzt nicht besetzt ist, wird als frei definiert, egal ob Sachen darauf liegen”, tönte das Mikrofon. Da auch die Zwischengänge diesmal mehr oder weniger konsequent frei gehalten wurden – was aus Sicherheitsgründen sicher nicht schlecht ist – blieben ein Viertel Interessierte vor der Tür oder kamen nicht mehr in den Raum hinein, nachdem sie ihn in der Pause verließen. Es gibt nun zwei Alternativen, mit der Situation umzugehen: 1. Sei ängstlich. Bewege dich nicht aus dem Hauptsaal heraus, auch wenn dich in einem anderen Raum gerade ein anderer Vortrag interessiert, du auf Klo musst oder einen Kaffee brauchst. Oder mit Referenten sprechen willst. 2. Vergiss es. Nimm einen Laptop mit auf den Kongress, hock dich irgendwo hin und schau Dir den Livestream an. Auch wenn das nicht das gleiche ist.

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