Die derzeit aktuelle Version 13.1 der Linux-Distribution Open Suse steht nun für den Betrieb unter der Virtualisierungslösung Windows Azure bereit.
Open Suse gehört neben Ubuntu und Centos zu den offiziell von Azure unterstützen Linux-Distributionen. Open Suse läuft unter Azure im Terminal-Modus, ein GUI wird nicht unterstützt. Die Open Suse-Version 13.1 verwendet Kernel 3.11 und verspricht verbesserte Speicherverwaltung dank einem Patch des Kernelentwicklers Mel Gorman.
Das neue Image haben die Open-Suse-Entwickler mit dem Baukasten Suse Studio angefertigt. Es verwendet Microsofts gründlichen überarbeiteten Linux Agent in Version 2.0. Der unter Apache-2.0-Lizenz stehende Agent ermöglicht Azure, mit dem Linux-Gastsystem zu interagieren, beispielsweise Benutzeraccounts anzulegen oder SSH einzurichten.
Das Open-Suse-Image findet sich bereits in der Windows-Azure-Galerie und lässt sich von dort aus starten. Dazu ist ein Azure-Konto erforderlich, einen kostenlosen Testzugang gibt es für einen Monat. Wie man rasch eine Linux-VM auf Azure bereitstellt, erklärt ein Beitrag des Microsoft-Bloggers Malte Lantin. Detaillierte technische Informationen, wie man Centos, Ubuntu oder SLES für Microsofts Virtualisierungslösung vorbereitet gibt es in der Azure-Dokumentation. Außerdem finden sich fertige Linux-Images für Azure im VM-Depot von MS Open Tech. Sie bringen jeweils interessante Open-Source-Anwendungen mit, etwa Mediawiki, WordPress oder einen aktuellen Ruby-2.1.0-Stack. Kostenlose Lerninhalte zu Azure finden sich unter dem Stichwort “Cloud OS” in der Microsoft IT Pro Academy.


