Microsoft gehört zu den Gründungsmitgliedern der Core Infrastructure Initiative (CII). Das Projekt der Linux Foundation soll sicherstellen, dass für Internet und globale IT-Infrastruktur wichtige Open-Source-Projekte ausreichende Förderung erhalten.
Die Gründung der CII ist eine Reaktion auf die Heartbleed-Sicherheitslücke in der Open-Source-Verschlüsselungssoftware Open SSL (Linux-Magazin Online berichtete). Obwohl diese weltweit in Webservern, Browsern und vielen weiteren Software-Produkten im Einsatz ist, war das Projekt personell dünn besetzt und unterfinanziert. Open SSL soll daher als erstes Projekt Fördermittel erhalten, um seine Security sowie seine Arbeitprozesse zu verbessern.
Microsoft-Produkte waren nicht direkt von Heartbleed betroffen, denn der Hersteller verwendet eine eigene SSL-Implementierung. Wie Steve Lipner, Partner Director of Software Security, in einem Blogeintrag schreibt, hat Microsoft aber ein Interesse daran, Probleme zu lösen, die die gesamte IT-Branche betreffen.
Daneben kommt Microsoft-Technologie durchaus in Kontakt mit Open-Source-Software, die von Sicherheitslücken wie Heartbleed betroffen sein kann: Das VM Depot beispielsweise hält eine Menge Linux-basierter Betriebssystem-Images für Microsofts Cloud-Computing-Lösung Azure bereit. Bei Bekanntwerden der Heartbleed-Lücke informierte der Betreiber MS Open Technologies daher die Anbieter der Images und bat sie um das Einspielen von Updates.
Weitere Informationen zur Core Infrastructure Initiative gibt es bei der Linux Foundation.


