Nach den ersten Gehversuchen beim Transpiler-Bau machte sich Optimismus breit. Während lmark nach Markdown wenig im Weg stand, erwies sich die Gegenrichtung als echte Herausforderung – für Mensch und Maschine.
Die Ausgangslage habe ich bereits in Ausgabe 04/2026 des Linux-Magazins skizziert. Einerseits war sich die Redaktion stets dessen bewusst, dass irgendwann einmal auch die bewährtesten Tools aus der Zeit fallen würden. Doch andererseits gleicht es einer Mammutaufgabe, die Inhalte solcher Werkzeuge für neue Build-Chains verfügbar zu machen. Bei einem Schatz von Abertausenden Artikeln sprechen wir von einem kolossalen Projekt. Es lässt sich nicht einfach mit wenigen Suchen-und-Ersetzen-Vorgängen bewerkstelligen – wegen verschachtelter Strukturen erfordert es deutlich anspruchsvollere Maßnahmen.
Im vorhergehenden Artikelteil [1] kümmerte ich mich zunächst um den Aufbau eines Transpilers oder auch Source-to-Source-Compilers, also um Software, die verkürzt formuliert Quellcode eines Formats in anderen Quellcode übersetzt. Im ersten Schritt verfolgte ich die Richtung “proprietäres Format” (im Weiteren lmark genannt) nach Markdown. Tatsächlich funktionierte das relativ gut, müsste aber noch um einige Dinge erweitert werden. So gibt es in lmark eigene Token, die Autor (@A:), Dachzeile (@D:), Vortext (@V:), Schlagwort (@SW:), Rubrik (@R:), sowie Metadaten (im Kopfbereich als Kommentare @#: hinterlegt). Das Tool »lmark2md« lässt sie allesamt links liegen.
Genau wie im vorliegenden Artikel ging es mir darum, mögliche Wege für neue Toolchains zu erkunden. Obendrein bot sich mir damit die Gelegenheit, meine eingerosteten Kenntnisse im Compilerbau aufzufrischen, und schließlich war ich neugierig, was ein LLM, konkret Google Gemini, zu leisten vermag und was nicht.
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