Aus Linux-Magazin 07/2018

Linuxwochen in Österreich

Seit 18 Jahren drehen die Linuxwochen ihre Runde in Österreich. Im April in Eisenstadt und Graz. Vom 3. bis 5. Mai zog es die Linux- und Open-Source-Begeisterten nach Wien.

Im gut besuchten Technikum der Fachhochschule Wien gab es an drei Tagen mehr als 100 Vorträge zu hören und zu sehen. Die Themen reichten von Systemadministration über Devops und Software-Entwicklung bis hin zu Hardware und Open Data. Als Einstieg gab es Vorträge zu Vienna GIS, PostgreSQL und GPG. Sysadmins kamen bei Proxmox, Docker und einem Beitrag über den Einsatz von Open-Source-Technologien beim Portal Willhaben.at auf ihre Kosten.

An Infoständen informierten etwa die FSFE, Mozilla, Openstreetmap, WPIA und Hersteller über ihre Projekte und Firmen. Über Content-Management-Systeme diskutierten Vertreter von Joomla Day Austria, Drupal Austria, Contao Austria, Word Camp Vienna und CMS Neos.

Pydays unterm Dach

Einen inzwischen beachtlichen Teil der Linuxwochen [1] belegen die dort untergeschlüpften Pydays [2], die in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfanden. Auch bei diesem Ableger gab ein breitgefächertes Angebot an Vorträgen, etwa zu Python for Social Good, SQL, NoSQL und Python on the Blockchain. Die Pydays sind mit 37 Vorträge und drei Workshops seit dem ersten Auftritt im Jahr 2017 gewachsen. Die rund 250 Teilnehmer durften sich dank einiger Sponsoren an Getränken und belegten Broten bedienen.

Der Nachmittag war den Themen “Easy Wardriving with IoT”, “GNU Radio” und “Python in Game Development” gewidmet. Abseits von Python gab es Gespräche über die “EU Datenschutzverordnung DSGVO und Open Source” und dadurch entstehende Chancen. Auch Open Data war wieder mit einem Vortrag über transparente Gemeindefinanzen präsent.

Open Source im Einsatz

Etwas weniger technisch ging es beim Vortrag “OSS beschaffen, einsetzen und sichtbar machen” zu, der den bisherigen Einsatz von Open Source in der öffentlichen Verwaltung in Österreich erläuterte und sich bemühte Open Source in Betrieben und der öffentlichen Verwaltung publik zu machen.

Der Samstag startete mit dem “Wikidata Workshop” von Wikimedia Österreich. Es wurde dort unter anderem erklärt, wie man SPARQL verwendet und selbst Daten abfragen und beitragen kann. Für Kreative gab es auch Workshops zu Gimp, Scribus und Darktable.

Einen kulinarischen Programmpunkt stellte “Nerds kochen für Nerds” dar. Der war im Format einer Koch-Show angelegt und stellte Rezeptkreationen vor. Dies aber nicht, ohne auf Parallelen zwischen Kochen und Kompilieren hinzuweisen. Die in der Show gekochten Gerichte wurden dann verspeist.

Soziale Events

Am Abend konnte das Publikum noch beim Open Everything Film Festival [3] Filme über die Themen Privatsphäre, Überwachung und Sicherheit sowie DIY, Open Hardware und Creative Commons anschauen.

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