Aus Linux-Magazin 04/2014

Linux und Open Source auf der Cebit 2014

Abbildung 1: Die Special Conference Open Source in Halle 6 bietet nonstop Vorträge zu Linux und freier Software.

Auf der Cebit vom 10. bis 14. März 2014 kommen die Liebhaber von freier Software und Linux auf ihre Kosten. Der zentrale Anlaufpunkt dafür ist Halle 6 mit der Special Conference Open Source.

Wer auf dem weitläufigen Gelände der Cebit 2014 nach Linux und Open Source sucht, sollte einen Abstecher in Halle 6 machen. Dort findet er die “Special Conference Open Source” samt Vortragsbühne (Abbildung 1), den “Open Source Park” mit seinen Ausstellern sowie den “Mobile Enterprise Park”.

Abbildung 1: Die Special Conference Open Source in Halle 6 bietet nonstop Vorträge zu Linux und freier Software.

Abbildung 1: Die Special Conference Open Source in Halle 6 bietet nonstop Vorträge zu Linux und freier Software.

Vorträge nonstop

Auf der Open-Source-Bühne (Block H01) präsentiert täglich um 12.15 Uhr Klaus Knopper seine neueste Knoppix-Edition 7.3, die er für das Linux-Magazin maßgeschneidert hat. Neben Hilfe für Einsteiger hat Knopper auch Tipps und Tricks für Fortgeschrittene parat.

Themen für IT-Professionals behandelt am selben Ort die Firma Heinlein Support. Die Linux-Spezialisten sind täglich um 13.45 Uhr mit Vorträgen über IT-Management, Open Stack und Cloudstack sowie sicheres Filesharing und Mailhosting vertreten und fördern das Programm als Hauptsponsor.

Dem aktuellen Thema UEFI und Secure Boot widmet sich der Linux-Magazin-Autor Udo Seidel, daneben gibt es Empfehlungen für die Migration zu Libre Office sowie zu Softwareverteilung und Clientmanagement. Holger Gantikow von der Science+Computing AG macht Smartphones und Tablets zum Schweizer Taschenmesser für Admins.

In pointierter Rede trägt das amerikanische Linux-Urgestein Jon “Maddog” Hall seine Ansichten zu freier Software vor, etwa über Open Source in der Bildung, die NSA-Spitzelaffäre und zum Infrastrukturprokekt Caua in Brasilien. Dazwischen ist Hall am Stand der Medialinx AG (Block H08) zu finden, wo er Anwendungen des preiswerten ARM-Boards Raspberry Pi demonstriert. Das Vortragsprogramm ist unter https://www.linux-magazin.de/Cebit-2014 zu finden.

Preisverleihung

Am Donnerstag (13. März) wird die Vortragsbühne zum Schauplatz einer besonderen Veranstaltung. Die Medialinx AG, Herausgeberin des Linux-Magazins, verleiht ihre “Linux New Media Awards 2014” und zeichnet damit besondere Leistungen im Bereich Linux und Open Source aus. Ab 17 Uhr übergeben prominente Laudatoren die Trophäen an die Gewinner, die bis zum letzten Augenblick geheim bleiben. Prämien gibt es in sieben Kategorien. Dazu gehören die beste Open-Source-Lösung zum Konfigurationsmanagement, das beste Privacy-Tool, das innovativste Projekt, die beste freie Android-App, das beste Addon für den Raspberry Pi sowie den bedeutendsten Beitrag zu Linux und Open Source.

Die Gewinner hat eine internationale Jury mit über 300 Mitgliedern ausgewählt. Daneben vergeben die Leser des Linux-Magazins und seiner Schwesterzeitschriften den Publikumspreis für die beste Linux-Desktopumgebung. Im Anschluss gibt es Gelegenheit, mit den Preisträgern bei einem kleinen Umtrunk ins Gespräch zu kommen.

Rund um das Vortragsforum in Halle 6 sind die Anbieter professioneller Open-Source-Produkte und -Dienstleistungen vertreten. Das Unternehmen Würth Phoenix beispielsweise präsentiert auf der Cebit die jüngste Release seiner Monitoringlösung Neteye sowie das neue ITMS-Angebot Erizone. Die Netways GmbH hat die Puppet Labs zu Gast am Stand und demonstriert neben dem Systemmanagement mit Puppet auch Monitoring mit Icinga sowie Log-Management mit Logstash.

Die Bremer Firma Univention zeigt einen Assistenten für die Migration von Active-Directory-Domänen. Das Tool mit dem Namen AD-Takeover stellt Kundensysteme von einer Microsoft-Umgebung auf Linux-Server um.

Ebenfalls in Halle 6 angesiedelt ist das Expert Panel Mobile Enterprise. Am Montag (10. März) um 15 Uhr findet dort die Podiumsdiskussion “Durchbruch des Mobile Payment in Deutschland – was muss passieren?” statt. Auf dem Podium sitzen Vertreter von Firmen und Verbänden wie dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Lendstar, NTT Data, Payleven und Valuephone sowie der Blogger Maik Klotz von Mobile-zeitgeist.de.

Forschung und CMS

Auch andere Cebit-Hallen bieten Interessantes. In Halle 5 am Stand E06 liegt der 120 Quadratmeter großer CMS Garden (Abbildung 2). Hier können die Besucher die Vielfalt freier Contentmanager von Drupal über Plone bis Typo3 erkunden. Weitere Informationen liefert der CMS Garden e.V. unter http://www.cms-garden.org.

Abbildung 2: Im CMS Garden in Halle 5 stellen sich freie Contentmanagement-Systeme vor, wie hier Drupal in Person des CMS-Gärtners Daniel Andrisek.

Abbildung 2: Im CMS Garden in Halle 5 stellen sich freie Contentmanagement-Systeme vor, wie hier Drupal in Person des CMS-Gärtners Daniel Andrisek.

In Halle 9 stellen zahlreiche Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen aus. Sie zeigen ihre Forschungsprojekte, in denen immer wieder Linux und Open Source stecken. So beispielsweise die FU Berlin mit ihrem LGPL-lizenzierten Betriebssystem Riot für das Internet der Dinge. Hinter dem Namen Docear verbirgt sich dagegen eine freie Lösung zum Verwalten akademischer Publikationen, an dem die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mitarbeitet.

Aber die Cebit hat auch Highlights jenseits der Open-Source-Spezialisierung zu bieten. Dazu gehören auf jeden Fall die Auftritte von Apples Technik-Mastermind Steve Wozniak am Donnerstag und des Wikipedia-Gründers Jimmy Wales am Freitag, beide in Halle 8 auf der Center Stage. Zum Besuch ist allerdings ein Ticket “Exhibition & Conferences” erforderlich.

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