Mit MySQL Fabric hat Oracle ein Python-Framework für die Administration von MySQL-Serverfarmen vorgestellt.
MySQL Fabric unterstützt dabei die beiden Aspekte Hochverfügbarkeit und Sharding. Unter Sharding wird die Partitionierung von Datenbeständen mit Hilfe verschiedener Servergruppen verstanden, bei der die Tabellen zeilenweise aufgeteilt werden. Jede Partition ist Teil eines so genannten Shard, die Shards können auf jeweils eigenen Datenbankservern gespeichert werden. Die Verteilung der Tabellen verringert die Menge an Zeilen pro Tabelle und damit auch die Größe des Index, was direkt der Suchperformance entgegenkommt. Zudem können die beteiligten Datenbankserver parallel arbeiten, was die Geschwindigkeit ebenfalls enorm erhöht. Schließlich lassen sich die Shards nach realen Kriterien aufteilen, etwa Kundendaten nach geografischen Regionen, wodurch für eine bestimmte Abfrage nur ein kleinerer Teil der Daten durchsucht werden muss.
Mit Blick auf die Hochverfügbarkeit unterstützt MySQL Fabric Servergruppen aus jeweils einem Master und mehreren Slaves. Fällt der Master aus, kann ein Slave in dessen Rolle schlüpfen. Die Fehlererkennung und das Routing der Zugriffe übernimmt MySQL Fabric.
MySQL Fabric setzt MySQL-Server 5.6.x und Python ab 2.6 sowie einen speziellen MySQL-Konnektor voraus. MySQL Fabric wird sowohl unter der GPL 2 wie auch unter der kommerziellen Lizenz MySQL Enterprise Edition oder MySQL Cluster Carrier Grade Edition lizenziert. Oracle stellt Fabric im Paket MySQL Utilities 1.4.3 zum kostenlosen Download bereit.




