Wie die Open Source Business Alliance (OSBA) ihren Mitgliedern bekannt gab, wird sich die geplante Fusion mit der Open Source Business Foundation (OSBF) verzögern, weil die OSBF aus den Verhandlungen aussstieg. Grund dafür seien, erklärt die OSBA, die OSBF-Forderung, die OSBA solle auf die Markenrechte an der Initiative “Deutsche Wolke” verzichten.
Er sei “enttäuscht und überrascht”, weil nach Meinung des OSBA-Vorstandes Peter Ganten “praktisch alle Fragen […] geklärt” seien, und die Verträge von beiden Seiten bereits unterschrieben waren. Doch jetzt hat die OSBF die Verhandlungen platzen lassen, die für Ende Juni geplante außerordentliche Mitgliederversammlung müsse man deshalb absagen, erklärt Ganten.
Das Problem Deutsche Wolke
Entzündet hat sich der Streit erneut an der Marke “Deutsche Wolke”, die der OSBF und ihren Mitgliedern wohl ein Dorn im Auge war. Eine entsprechende OSBA-Arbeitsgruppe umzubenennen, war bereits ausgemacht, und doch: “Gescheitert ist es nun an der kurzfristigen Forderung der OSBF, sämtliche Verbindungen zum Namen und zu wesentlichen inhaltlichen Aktivitäten der Initiative ‘Deutsche Wolke’ zu beenden.”, so Ganten. Tatsächlich habe die OSBA sich bereit erklärt, alle Aktivitäten zu trennen, nur die Markenrechte sollten beim Verein bleiben. Das jedoch, so Ganten, reichte der OSBF nicht.
“Nicht hinter verschlossenen Türen”
Ihm wäre es lieber gewesen, die Thematik innerhalb des neu gegründeten, fusionierten Vereins per Mehrheitsentscheid abzustimmen: “Es deckt sich nicht mit unseren Vorstellungen, solche durchaus weitreichenden und viele Mitglieder betreffenden Forderungen in Rahmen von Verhandlungen durchzusetzen und nicht in der Vereinsöffentlichkeit demokratisch zu legitimieren.”
Jetzt habe die OSBF die Verhandlungen abgebrochen und auf unbestimmte Zeit ausgesetzt, so dass der Zeitplan nicht mehr eingehalten werden könne. Ganten hofft dennoch auf weiteren Dialog und wünscht sich, dass auch die Mitglieder der beiden Open-Source-Vereine aufeinander zugehen und einen erneuten Anlauf für den Verschmelzungsprozess unterstützen.
Update:
OSBF: “Begriff ‘Deutsche Wolke’ ist international problematisch”
Auf Nachfrage des Linux-Magazins betonte OSBF-CEO Richard Seibt: “Die OSBF hat die Verhandlungen nicht abgebrochen, nur ausgesetzt, und zwar so lange, bis die OSBA intern das ‘Deutsche Wolke’-Thema geklärt hat.” Erklärend fügt er hinzu: Gerade die OSBF habe sehr viele international tätige Unternehmen, und nicht nur deren Marketingexperten fänden eine Bezeichnung wie diese eher schwierig.
“Besser wäre doch, einen positiv besetzten Begriff wie ‘Made in Germany’ oder so ähnlich zu wählen.”, meint der CEO. Und prinzipiell, so glaubt er, sind sich die beiden Parteien darüber eigentlich wohl auch schon einig, beispielsweise sollte die OSBA-Arbeitsgruppe Deutsche Wolke in “Cloud-Computing” umbenannt werden.
Die Entscheidung, die Fusionsverhandlungen auszusetzen, sei im Vorstand der OSBF gefallen, erklärt Seibt, und weist darauf hin, dass auch zahlreiche OSBA-Mitglieder (manche sind in beiden Vereinen aktiv) Probleme mit der etwas archaisch anmutenden Bezeichnung “Deutsche Wolke” hätten. Man schätze den Standortvorteil, den deutscher Datenschutz und deutsche Gesetze bieten, sagt Seibt, doch es gelte vorsichtig damit umzugehen.





Was ist das denn für eine “Kinderkacke”??? Sich an “deutscher Wolke” aufzuhängen… Die eine Seite kein Problem hat ihre Aktivitäten von dem Begriff zu trennen, was “will” die andere Seite mit den Rechten an diesem Begriff? Odwer warum soll erstere auch die Rechte abgeben?Kindsköppe!