Gleich eine ganze Latte an Änderungen erwartet die Nutzer der Emulationssoftware Qemu in der neuen Version 2.0.
Das Changelog listet viele Neuerungen und Änderungen auf und beginnt mit Dingen, die nun nicht mehr funktionieren. So wurden einige Onboard-Busse umbenannt, damit Busse eindeutige Namen erhalten. So gibt es nun zum Beispiel “i2c-bus.1” für N800 und N810. Die Optionen “acpi”, “boot-opts” und “smp-opts” entsprechen den nicht ganz gleich lautenden Kommandozeilenoptionen “acpitable”, “boot” und “smp”.
Der Tiny Code Generator (TCG) hat Support für ARMv8-Instruktionen im 32-Bit-Modus, sowie für alle dem User zugänglichen 64-Bit-Mode-Instruktionen an Bord, mit Ausnahme von CRC und den Kryptoerweiterungen. Für AArch64 beherrscht Qemu 2.0 Disassembling, was aber einen installierten C++-Compiler voraussetzt sowie KVM, wenn das auch bislang noch in den Kinderschuhen steckt.
Für Intels Q35-Chipsatz auf X86-Maschinen beherrscht Qemu 2.0 CPU-Hotplugging, zudem lässt sich das HPET-Interrupt den GSIs 16 bis 23 zuordnen. Für die Power-Architektur kommt der TCG mit Altivec-2.07- und VSX-Instruktionen zurecht, zudem kann Qemu in der P-Serie die Bootreihenfolge beeinflussen. Auf Xen klappt nun der PCI Passthrough von Laufwerken, die ROM verwenden.
Auch für die Gerätedateien in der Systememulation gibt es Verbesserungen. So funktioniert ein Live Snapshot Merge, bei sich ein aktiver Layer eines Images in einen Snapshot einfügen lässt. Die Live und Offline-Merge-Funktionen können das Ziel-Image dabei in der Größe verändern, die Backends für Gluster und iSCSI unterstützten Snapshot Merges.
Das ausführliche Changelog listet noch weitere Neuerungen auf, etwa für Gerätedateien und ihre Werkzeuge oder den TCG. Herunterladen können Qemu-Nutzer den Quellcode der neuesten Version über die Downloadseite.




