Jane Silber, Canonicals CEO, gab heute bekannt, dass Canonical seinen Cloud-Client Ubuntu One Ende Juli schließen wird. Das sei eine schwierige Entscheidung gewesen, da einige Nutzer stark auf den Dienst setzen. Aber man wolle den Fokus stärker auf das Kerngeschäft richten.
Das bestehe darin, ein konvergentes Betriebssystem anzubieten, das gleichermaßen auf Smartphones, Desktops und Tablets laufe. Dabei sehe man sich eher als Plattform für Drittanbieter, stehe aber auch im Preiskampf mit den Mitbewerbern nicht gut da. Andere Dienste bieten inzwischen 25 bis 50 GByte freien Speicherplatz an, Canonical könne da finanziell nicht mithalten, schreibt Silber in einem Blogeintrag.
Ab heute sei es nicht länger möglich, Speicherplatz oder Musik über den Ubuntu-One-Store zu kaufen. Der Dateidienst soll auch nicht mehr Teil von Ubuntu 14.04 LTS werden. Ab dem 1. Juni 2014 werden die aktuellen Dienste nicht mehr erreichbar sein, Nutzer können ihre Inhalte noch bis zum 31. Juli aus dem Cloudspeicher holen, danach werden die Daten gelöscht.
Weil man an die Qualität des Codes und das damit verbundene Nutzererlebnis glaube, werden man den Dienst anschließend unter einer Open-Source-Lizenz online stellen. Der Shop gehörte zu den Ubuntu-Komponenten, die bislang nicht frei verfügbar waren. Zahlende Kunden erhalten Ihr Geld zurück und werden noch einmal separat kontaktiert. Ein Blogeintrag soll demnächst erklären, wie Kunden die Daten einfach herunterladen und was im Detail mit dem Quellcode passiert. Keinen Effekt habe die Entscheidung auf den SSO-Dienst (Single Sign-on), das Ubuntu-One-Bezahlsystem sowie den Datenbankdienst U1DB.




