Acht Monate Arbeit, 1200 Änderungen und mehr Tests: Version 4.4 von Xen ist da und punktet mit einigen Highlights.
Zu den in der Ankündigung hervorgehobenen Features gehören unter anderem die solide Zusammenarbeit zwischen Libvirt und Libxl. Mitarbeiter von Citrix und Suse haben zusammengearbeitet, um ein stabiles Interface für die Kommunikation zwischen beiden Komponenten zu erzeugen. Durch die Kooperation ergebe sich nun die Möglichkeit, sämtliche Tools mit Xen zu verwenden, die auch auf Libvirt setzen. Dazu gehören grafische VM-Manager und Cloud-Orchestration-Software wie Cloud Stack oder Open Stack.
Eine zweite große Innovation sei das skalierbare Event-Channel-Interface. Das sei bislang ein Flaschenhals gewesen und habe nur eine maximale Anzahl von 256 Gästen auf 32-Bit-Systemen verkraftet, wobei eine VM vier Event-Channels benutzt. Diese Einschränkung sei nun behoben. Statt 1024 (auf 32-Bit-Systemen) beziehungsweise 4096 (auf 64-Bit-Systemen) stehen nun mehr als 200 000 Event Channels zur Verfügung.
Daneben reife der Support für ARM recht schnell, das Hypervisor-ABI haben die Xen-Macher in der Version 4.4 für stabil erklärt. ARM-Systeme, die das ABI von Version 4.4 verwenden, werden also auch in Zukunft zuverlässig booten können. Kleinere Änderungen machen Xen zudem flexibler im Umgang mit ARM. Nicht zuletzt gilt der Support für Nested Virtualization auf Intel-Hardware als erwähnenswerte Neuerung.
Dank einer statischen Codeanalyse durch Coverity sei man zudem auf eine Reihe schwer zu findender Fehler gestoßen und habe diese für die aktuelle Release gefixt. Daher sei die Version 4.4 eine der stabilsten und sichersten Releases überhaupt. Die komplette Feature-Liste steht auf der Projektseite. Diese bietet auch eine Downloadmöglichkeit für Xen 4.4 an.



