Das Open-Source-Tool Vagrant hilft Entwicklern und Admins, rasch standardisierte virtuelle Umgebungen einzurichten. Nun unterstützt Vagrant neben den Virtualisierungslösungen Virtualbox und VMware auch Microsofts Hyper-V.
Die Entwickler von Microsoft Open Tech haben in einem Github-Repository den erforderlichen Code veröffentlicht. Als Lizenz haben sie die MIT License gewählt, unter der auch Vagrant selbst steht. Zum Code gehören Ruby-Bibliotheken für Vagrant, die Hyper-V als so genannten Provider, also als Virtualisierungslösung, nutzbar machen. Daneben gibt es Vorlagen für die Konfigurationsdatei “Vagrantfile”, eine für ein Linux- und eine für ein Windows-Gastsystem.
Außerdem führt der neue Provider ein neues Vagrant-Kommando ein: “vagrant rdp” verbindet sich mit dem Remote-Desktop-Dienst eines Windows-Gastsystems. Hinweise für Linux-Gäste finden sich in der Readme-Datei. Das Hyper-V-Setup für Vagrant beschreibt ein Office-Dokument im Quelltext-Repository. Der Code für die Hyper-V-Unterstützung ist noch recht jung, die Entwickler sind an Feedback interessiert.
Das in Ruby geschriebene Vagrant stellt einen Wrapper um Virtualisierungslösungen wie Virtualbox, VMware Fusion und VMware Workstation und nun auch Hyper-V dar. Daneben arbeitet es auch mit Cloud-Computing-Lösungen wie Amazon Web Services zusammen. Zum Provisionieren kann die Software im Minimalfall Shellskripte ausführen oder bestehende Tools zum Konfigurationsmanagement wie Ansible, Chef, Puppet oder Salt verwenden.
Weitere Informationen liefert die Vagrant-Dokumentation. Der Hauptentwickler Mitchell Hashimoto hat zudem das englischsprachige Buch “Vagrant: Up and Running” im Verlag O’Reilly veröffentlicht.
Know-how zur Virtualisierung mit Hyper-V sowie zu den Cloud-OS-Produkten vermittelt Microsoft in der IT Pro Academy. Hyper-V ist auch eines der Vortragsthemen auf der IT Pro Bühne auf der Cebit 2014 (am Microsoft-Stand in Halle 4).


