Diese Woche hat das Debian-TC (das technische Komitee) über Systemd abgestimmt. Vorher und nachher hatte es teils heftige persönliche Scharmützel gegeben. Jetzt kommentiert Ubuntus Mark Shuttleworth: “Die Entscheidungsfindung war richtig, wir akzeptieren das”.
Bdale Garbees Stimme gab den Ausschlag, und er votete für Systemd. Knapper geht es nicht im technischen Komitee der Debian-Community – und in der Folge mussten sich einige Mitglieder böse Vorwürfe bis hin zu Rücktrittsforderungen anhören. Jetzt mischt auch Mark Shuttleworth mit: In einem Blogpost unter dem Titel “Wie man elegant verliert [Losing graciously]” lobt der Canonical-Chef die Entscheidungsfindung.
Die richtige Entscheidung
Er danke dem TC, dass es die seiner Meinung nach in einer überaus wichtigen Diskussion eine richtungsweisende Entscheidung gefällt habe. Das sei auch für ihn umso bedeutender, weil Ubuntu und Debian eben sehr eng zusammenhängen.
Auch wenn es Canonical, das in Ubuntu auf Upstart gesetzt hatte, viel Arbeit mache, werde man sich die nötige Zeit nehmen, um die Konsequenzen zu erörtern, die der Schwenk zu Systemd mit sich bringe. Upstart habe Ubuntu viel geholfen und die Distribution in einer Zeit weitergebracht, als “große Dynamik herrschte”.
Upstart, Logind und Systemd?
Jetzt werden sich die Ubuntu-Developer dem Thema verstärkt widmen und “Systemd als eine Option in Ubuntu bringen, sobald es in Debian verlässlich verfügbar ist und eine ansprechende Qualität bringt.” Bis dahin scheint Ubuntu eine doppelte Strategie zu fahren: Gleichwohl will Shuttleworth es dem Logind beibringen, auch ohne Systemd zu laufen. Sein letztes Wort deutet an, wohin er den Blick wenden will: “Vorwärts [Onward]!”.




