Die Macher von Elasticsearch bauen auf der Basis von Apaches Suchbibliothek Lucene einen verteilten Echtzeit-Suchserver, der unter der Apache-Lizenz steht. In Version 1.0.0 stecken 8000 Commits von 183 Entwicklern.
Dank der zahlreichen Codebeiträge in den vergangenen neun Monaten bietet die Suchmaschine in Version 1.0.0 einige neue Features an. Basierend auf Lucene 4.6.1 lassen sich ausgewählte Indizes oder gleich der komplette Cluster auf einem geteilten Dateisystem wie S3 oder HDFS sichern und wiederherstellen, das Feature heißt Snapshot and Restore.
Gruppierungen (Aggregations) nennen Entwickler ihre Weiterentwicklung der Facettensuche. Sie eignen sich zur Echtzeitanalyse der Daten und seien “Arbeitseinheiten, die analytische Informationen zu einem Set von Dokumenten sammeln.” Letztlich seien Gruppierungen komplexer als Facetten und eignen sich dadurch besser, um ausgewählte Datenmengen zu visualisieren. Details zu dieser recht komplexen Technologie gibt es hier.
Auch der Percolator ist eine interessante Neuentwicklung. Üblicherweise gibt es ja erst Dokumente, die der Entwickler indexiert, um anschließend passende Querys zu entwerfen, um die Dokumente zu finden. Der Percolator funktioniert umgekehrt: Erst definiert der Entwickler Suchanfragen in einer Index-Datei und bestimmt dann die dazu passenden Dokumente. Der Percolator gibt die zu den Dokumenten passenden Suchanfragen zurück.
Die Technologie zielt vor allem auf den Benachrichtigungs- und Monitoring-Bereich ab. Speichert der Anwender zum Beispiel Suchergebnisse, kann ihn der Percolator alarmieren, wenn neue Dokumente zu seiner Suchanfrage auftauchen.
Weitere Änderungen sind die Cat API, die dem Admin das Überwachen des Clusters erleichtert, eine Tribe Node vereint mehrere Cluster und tritt als gebündelte Suchmaschine auf. Doc Values speichern bestimmte Felder auf Festplatten, weil sie viel Arbeitsspeicher belegen, was die durchsuchbare Datenmenge vergrößert. Weitere Änderungen listet die Ankündigung auf, den Quellcode liefert die Downloadseite.




