TCP-Replay 4.0.0 unterstützt Gigabit-Ethernet

TCP-Replay, eine Tool-Sammlung zum Bearbeiten und Abspielen von Netzwerk-Traffic (PCAP), hat einen neuen Maintainer. Mit seiner Unterstützung hat das Projekt im noch jungen Jahr 2014 die Version 4.0.0 veröffentlicht.

TCP-Replay ist eine Sammlung von Werkzeugen, die aufgezeichneten Netzwerk-Traffic bearbeiten und erneut einspielen. Ursprünglich diente es dazu, IDS, IPS und Firewalls mit bösartigen Traffic-Mustern zu füttern. Mittlerweile lassen sich manipulierte Datenströme auch an Switches, Router und Webserver senden.

Version 4.0.0 von TCP-Replay bietet laut Ankündigung eine bessere Performance und erweiterte Fähigkeiten. Es unterstützt IP Flow/Netflow Performance-Tests und spielt mit Hilfe des Netmap-Netzwerk-Treibers 10 Gigabit-Ethernet-Frames ab. Loop-Iterationen können in der neuen Version fast ohne Overhead einzigartige Flows erzeugen. Eine Überarbeitung der Timestamp-Methode im Main-TX-Loop maximiert die Performance. Es gibt ein API für andere Open-Source-Projekte, Support für ARM und PPC sowie “–mbps” als hochakkurate High-Performance-Option.

Auch die Rahmenbedingungen des Projekts haben sich geändert: Die Lizenz wurde von BSD auf GPLv3 geändert, und Fred Klassen übernimmt nun die Betreuung von Aaron Turner, dem langjährigen Hauptentwickler von TCP-Replay. Letzterer will etwas kürzer treten, aber dem Projekt weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen. Finanziert und untersützt wird TCP-Replay von der Firma Appneta, den Quellcode finden Interessierte auf Github.

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