Ardour 3.5 koppelt die Backends ab

Ardour, einen freies Programm für Harddisk-Recording, ist in Version 3.5 mit neuen Features verfügbar.

Die Entwickler bereiten die Entkopplung der Audio- und Midi-Backends von der Anwendung vor. Deren Anbindung ist aus dem Kern der Software in ladbare Module gewandert. Dadurch sollen in Zukunft auch Core Audio auf Mac OS und Asio in Windows unterstützt werden. Im GUI zeigt sich das darin, dass das Jack-Menü und der Audio-/Midi-Dialog in eigene Fenster verschoben wurden.

Ein neuer Dialog dient zum Laden von Sitzungen und gibt dem Benutzer die Wahl zwischen einer neuen Session, der vorhergehenden und gespeicherten. Schon vor dem Öffnen sind nun Audioformat und Abtastrate einer Sitzung zu sehen. Startet Ardour den Soundserver Jack, wird die Abtastrate automatisch an die Sitzungsdaten angepasst.

Weitere kleine Verbesserungen und Bugfixes sind in der Release-Meldung nachzulesen. Die nächste Version 3.6 wird Layout und Handhabung der Tonspuren überarbeiten, 3.7 soll Midi-Workflows verbessern.

Das aktuelle Ardour 3.5 steht im Quelltext unter GPLv2 zum Download bereit. Für vorkompilierte Versionen verlangen die Entwickler ein paar US-Dollar, daneben bieten sie Subskriptionen an. Es gibt auch eine kostenlose Demoversion, die aber die Plugin-Einstellungen nicht speichert. Daneben ist Ardour aus den Paketarchiven von Linux-Distributionen installierbar, aber nicht unbedingt in der jüngsten Version.

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