Die Macher von Pitivi haben in den vergangenen zwei Jahren nicht nur die Großbuchstaben aus ihrem Namen getilgt, sondern setzen ihren Videoeditor für Linux auf eine komplett überarbeitete Basis.
Die runderneuerte Basis von Pitivi sei laut Entwickler Jean-François Fortin Tam auch die Ursache, warum man die Version 0.91 noch als Alpha bezeichne. Auch der Codename “Charming defects” deutet an, dass hier wohl noch der ein oder andere Bug warten.
Doch zu den Neuerungen selbst: Im Kern von Pitivi wurden 20 000 Zeilen Code entfernt, um die GStreamer Editing Services (GES) zur neuen Engine des Editors zu machen. Die plattformübergreifende Bibliothek wurde dafür geschaffen, das Bearbeiten von Filmmaterial zu vereinfachen und dockt an Gstreamer und Gnonlin an. Es handelt sich um ein SDK zum Bearbeiten von Filmen. Neben der Performance erleichtert die neue Engine die Mitarbeit am Pitivi-Projekt, die nun weniger Gstreamer-Wissen voraussetzt.
Pitivi arbeitet nun mit der Version 1.x von Gstreamer und GTK+ 3.x. Für die Timeline wurde Goo-Canvas durch Clutter ersetzte. Eine UI-Test-Suite führt automatische Tests der Funktionalität von Pitivis grafischer Oberfläche durch. Das soll Abstürze beim Einsatz des Editors verhindern. Zu den 1300 Änderungen gehören auch zahlreiche neue Features, die in Pitivi eingezogen sind. Dazu zählen unter anderem eine flüssigere Darstellung der Timeline, die beim Abspielen Autoscrolling unterstützt, ein neu gestalteter Clip-Preview-Bereich, der weniger im Weg steht sowie ein verbesserter Import von Clips.
Weitere Details zu den Änderungen listet das Pitivi-Wiki auf, zum Download des Quellcodes, der unter der LGPL steht, geht es hier entlang.




