Aus Linux-Magazin 03/2002

Auf den Punkt gebracht

Haben Sie Anregungen, Statements oder Kommentare? Dann schreiben Sie an [redaktion@linux-magazin.de]. Die Redaktion behält es sich vor, die Zuschriften und Leserbriefe zu kürzen. Alle Beiträge werden mit Namen veröffentlicht, sofern nicht ausdrücklich Anonymität gewünscht wird.

Baumschule

Der Artikel “Sprachen selbst gemixt” zu XML ist interessant, aber unvollständig: n Seit 0.9.1 kann Mozilla etwas viel Besseres als nur die CSS-Umsetzung von ML-Seiten: XSLT. Damit sind beliebige Umwandlungen nicht nur in HTML, sondern auch in XML oder sogar PDF möglich. In der jüngsten Version (0.9.7) ist diese Transformation richtig schnell.

n Ab Version 0.9.7 (verfügbar seit 21.12. 2001) gibt es einen DOM-Viewer/Inspector, der das aktuell angezeigte Dokument in Form der Baumstruktur anzeigen und logisch richtig darstellen kann. Zusammen mit XSLT ergibt sich damit die höchst nützliche Möglichkeit, den DOM-Viewer entweder auf das Original-XML oder das mit XSLT gerenderte Ergebnis-HTML anzuwenden.

Stefan Urbat

Binär oder balanced

01/02, S. 61: Im Artikel “Doppelte Buchführung” wird im Zusammenhang mit ReiserFS leider der Eindruck erweckt, balanzierte Binärbäume wären B-Trees. Tatsächlich haben die beiden Baumarten sehr wenig miteinander zu tun.

Übrigens: Wofür das “B” in B-Trees tatsächlich steht, bleibt nach wie vor Rudolf Bayers Geheimnis. Womit arbeitet das Reiser-Dateisystem nun eigentlich?

Winfried Martin Thalmeier

ReiserFS benutzt einen Plug-in-basierten, objektorientierten B-Tree. Falsch an der Aussage im Artikel ist das “binär”. (Neben Rudolf Bayer war 1970 übrigens ein gewisser McCreight mit von der Partie.) “B” steht laut Informatik-Duden für “balanced”. Ein anderer (und konsistenter) Fehler ist uns in dem Artikel zudem widerfahren: Die Pagesize der auf Seite 62 genannten Prozessoren ist 4 beziehungsweise 8 KByte, nicht MByte! (jk)

Rückantwort: “Balanced” ist laut Bayer nur eine mögliche Erklärungen. Ich habe ihn gefragt und er sagt, dass er es bis heute nicht verraten hat. Mögliche B-Indikatoren: Boeing (dort arbeiteten Bayer und McCreight 1969), balanced, Bayer, Bisection, Basic, bushy und Blocks.

W. Thalmeier

Zoologie

01/02, S. 118: War die Python des Illustrators schon in den Weihnachtsferien, so dass die Corba-Kobra aus der Tasse des “Schlange im Kaffee”-Artikels rausschauen musste?

Armin Kurz

Nein, wir haben einfach keine Python in unserem Bildarchiv. (mdö)

Touchscreen Lifebook

02/02, S. 50: Der letzte Tag des Jahres hatte ja gut angefangen: Das Linux-Magazin 2/02 steckte im Briefkasten mit einem Artikel über das neue Lifebook. Doch was musste ich lesen: “hakeliger Touchscreen”? Als Autor des Touchscreen-Treibers für XFree 4.0 war ich natürlich etwas irritiert.

Normalerweise wird ein Klick durch sehr kurzes Antippen des Touchscreens ausgelöst, für einen Doppelklick lässt man den Stift an der gewünschten Stelle für eine Sekunde verweilen. Neulingen empfehle ich, den Stift nur zur Maus-Positionierung und zum Klicken die Maustasten des Trackpoints zu benutzen. Vielleicht sollten Sie sich zudem eine neuere Version des Treibers von meiner Homepage herunterladen [http://www.conan.de/lifebook/lifebook.html].

Was es bei dem Treiber noch zu bemängeln gibt, das ist die schlechte Zusammenarbeit mit APM/ACPI. Nach einem Suspend to Disk wird der Touchscreen nicht wieder neu initialisiert; X muss neu gestartet werden. Sobald ich etwas mehr Zeit finde, werde ich dieses Feature aber noch in den Treiber integrieren oder ein kleines Extraprogramm schreiben, das diese Arbeit erledigt.

Kenan Esau

Intuitiv haben wir den Stift beim Anklicken zu lange auf dem Touchscreen belassen, was vom Treiber als gedrückte Maustaste interpretiert wird, die Doppelklick-Funktionalität blieb uns verborgen. Die Neu-Initialisierung des Touchscreen-Treibers nach Aufwachen des Geräts lässt sich durch kurzes Umschalten auf eine Textkonsole und Rückschaltung auf X erreichen. (mdö)

Intelligente Häuser

02/02, S. 17: Im Linux-Magazin 2/02 berichten Sie unter “Linux für intelligente Häuser”, dass diverse Firmen wie Nokia und ABB in Finnland einen offenen Standard für Hausautomatisierung namens COBA entwickeln wollen. Wo finde ich dazu weitere Informationen?

Sebastian Stein

Die URL ist: [http://www.coba-group.com]. Sie war bei Redaktionsschluss aber noch nicht online. (uwo)

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