Glibc: Denial-of-Service-Attacke möglich

Eine Sicherheitslücke in der Bibliothek Glibc hat zur Folge, dass lokale und entfernte Angreifer Denial-of-Service-Attacken durchführen können.

Ursache hierfür ist ein Problem bei der Speicherallokation im Zusammenhang mit Regex-Buffern. Hier kann es passieren, dass nicht genug Speicher für das State-Log alloziert wird, was zu einem Buffer Overflow führt.

Der verantwortliche Programmierfehler befindet sich in der Quelltextdatei “posix/regexec.c” und tritt beim Verarbeiten spezieller Multi-Byte-Strings mit regulären Ausdrücken auf. Obwohl es sich um einen Buffer-Overflow-Fehler handelt, ist es für einen Angreifer nicht möglich, selbst Befehle auszuführen. Dies liegt daran, dass der Overflow durch ein “memset(foo, 0, …)”-Statement hervorgerufen wird, und so der Angreifer den Puffer nicht beliebig mit Programmcode füllen kann.

Ein DoS-Proof-of-Concept-Exploit basierend auf einem solchen String und Sed wurde ebenfalls unter dem oben angegebenen Link veröffentlicht. Kritisch ist diese Sicherheitslücke vor allem für Netzwerk-Applikationen, die den Regex-Mechanismus der Glibc verwenden. Denn hier könnte ein entfernter Angreifer sensible Teile von Netzwerken mittels der Schwachstelle lahmlegen.

Das kurze Zeit später bereitgestellte Patch korrigiert die Funktion “extend_buffers()” in “posix/regexec.c” und schließt so die Sicherheitslücke.

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