Da hatten sich viele Anwender und Entwickler schon gefreut, einen neuen Linuxkernel in Händen halten zu dürfen. Doch kurz vorm Release zieht Linus Torvalds die Notbremse und verkündet, der sei noch nicht reif – und verschiebt den Termin kurzerhand auf “kurz vor Weihnachten”. Als Ersatz gibt’s einen neuen Release Candidate 3.7.rc8.
“Ich wollte das hier eigentlich nicht so weit kommen lassen, aber ich habe noch mal über das 3.7er Release geschlafen, und jetzt fühle ich noch schlechter damit.” schreibt Linus Torvalds in seiner Mail an die “linux-kernel”-Mailingliste. Deshalb habe er sich für einen weiteren Release Candidate entschieden (den achten). Vor allem die Probleme mit Kswapd haben ihn dazu veranlasst, schreibt er.
Das sei zwar nicht schön, aber vielleicht bringe das die Leute endlich mal dazu, ihm ihre Sachen früher zu schicken als bisher, und es nicht mehr auf die letzten Tage ankommen zu lassen, schimpft der offenbar etwas verärgerte Finne. Er werde auch sehr sauer reagieren, sollte ihm jemand Pull-Requests schicken, die sich nicht um wichtige Themen drehen. Wer das dennoch tue, den werde er “verfluchen und ignorieren”. Im gewohnt jovialen Dikatorstil fährt er fort:
“Alles was ich sehen will, sind Fixes, die den Leuten wirklich am Herzen liegen.Wenn es nicht wichtig ist, oder Ihr keinen aktuellen Problem Report dazu habt, dann legt es unter den Christbaum und lasst es in die 3.8 einziehen.”



